Rosen veredeln

Rosen kann man veredeln – so entstehen neue Arten

Wer Rosen veredeln möchte, verbindet eine Zuchtrose mit einer Wildrose und macht sich die Vorteile beider Pflanzen zunutze. Zuchtrosen sehen schön aus, sind aber oft überzüchtet und anfällig für Schädlinge und sie wachsen langsam. Wildrosen gelten als minderwertige Rosen, haben aber kräftige Wurzeln und sind robust.

Rosenveredelung

Bei der Rosenveredelung wird die Wildrose als so genannte Unterlage verwertet, als Basis für die Pflanze, die aufgesetzt wird. Die Wildrose kauft man beim Gärtner und pflanzt sie im Frühling oder Herbst in den eigenen Garten. Veredelt wird dann im Sommer zwischen Juli und September.

Zuerst werden Zweige von einjährigen Trieben der Rosen geschnitten, die vermehrt werden soll. Es muss ein kräftiger Zweig mit ausgereiften Knospen sein. Die Dornen und Blätter werden entfernt, die Stile, über denen die Augen sind, bleiben. Mit einem sehr scharfen Messer werden mit einem 2 – 3 cm langen, ovalen Rundumschnitt das Auge und der Blattstilansatz herausgeschnitten. Den Vorgang nennt man Okulieren, weil „oculus“ im Lateinischen „das Auge“ heißt. Bei der Wildrose wird in die Rinde ein T-förmiger, etwa 2 cm langer, nicht zu tiefer Schnitt gesetzt und mit der Messerspitze angehoben. Das am Blattstil gehaltene Auge der Zuchtrose wird vorsichtig unter die Rinde der Wildrose geschoben und mit Bast festgebunden, wobei das Auge frei bleiben muss. Wer möchte kauft Okulierband, das flexibel ist und der wachsenden Knospe nachgibt.

Im darauffolgenden Frühling wird die Rose kurz über dem Auge beschnitten und fängt kurz danach an zu treiben. Wenn der Trieb gut anwächst, schneidet man alle Äste der Wildrose ab, damit die Kraft aus der Wurzel in die neue Rose geht. Der neue Trieb ist am Anfang noch schwach und kann durch einen kleinen Stock gestützt werden, bis er sich selbst halten kann.

Rosen veredeln

Jeder Gärtner ist stolz, wenn in seinem Garten Rosen blühen. Bei manchem entsteht irgendwann der Wunsch, selbst einmal seine Rosen zu veredeln.
Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, bedarf es einiger Vorbereitungen. Als erstes braucht der Hobbygärtner für die Veredelung seiner Rose eine geeignete Unterlage. Gartenfachmärkte bieten hierfür Wildrosen an. Wildrosen sind robuster als Zuchtrosen und eignen sich bestens für einen Veredlungsversuch.

Wie läuft die Veredelung von Rosen ab?

veredelte Rosen

Die Wildrose pflanzt der Hobbygärtner an den Platz, an dem später seine neue Rose stehen soll. Nun lässt er ihr bis zum nächsten Frühjahr Zeit, Kraft zu sammeln. Außerdem besorgt er sich eine gute Rosenschere und ein Okuliermesser.
Im folgenden Frühjahr kürzt der Gärtner an der Wildrose alle Triebe radikal und lässt nur den Haupttrieb stehen.
Im Sommer ist es dann soweit. Zuvor wird die Wildrose gut gewässert, was den Vorteil hat, dass sich die Rinde besser lösen lässt.
Nun schneidet man von seiner Rose einen Trieb ab und befreit diesen von Dornen und Blättern. Genau dort, wo die Blätter aus dem Trieb wachsen, befinden sich die so genannten Augen. Für die Veredelung sucht man sich das größte Auge heraus und schneidet es mit dem Okuliermesser vorsichtig heraus. Dazu beginnt man mit dem Schnitt etwas einen Fingerbreit vor dem Auge und endet genausoweit dahinter.
Als nächstes legt man den Trieb der Wildrose frei und setzt mit dem Messer einen T-förmigen Schnitt in die Rinde. In diese Rindenlasche setzt man nun das Auge der Zuchtrose und befestigt die Rinde darüber mit einem Spezialgummiband.
Nach etwas 2 Wochen kann man sehen, ob der Versuch gelungen ist und das Auge austreibt.

Aus eigener Erfahrung ein kleiner Tipp, der Ihnen vielleicht weiterhilft: Fragen Sie doch einfach bei einem Landschaftsgärtner in Ihrer näheren Umgebung nach. Am einfachsten finden Sie einen kompetenten Gesprächspartner in Ihrem Stadtpark!