Pilz im Rasen

Pilz im Rasen – nicht nur negativ

Dieses leidige Thema ist sicherlich vielen Gartenfreunden ein Begriff. Sobald die Temperaturen steigen und die Feuchtigkeit in Gras zunimmt, fühlen sich auch Pilze auf einmal wohl auf dem heimischen Rasen. Hierdurch entsteht bis zu einem gewissen Grad ein optischer Makel, welcher nicht gerne einfach hingenommen wird. Betrachtet man jedoch einmal die rein funktionelle Seite, erkennt man, dass ein Pilz im Rasen nicht schadet.

Das Gegenteil ist hier sogar der Fall. Der Pilz hilft den umliegenden Gräsern beim Wachstum, in dem er holzige und andere Überreste anderer Pflanzen zersetzt und in Nährstoffe verwandelt. Man könnte also sagen, dass der Pilz eine Art Düngemittel für das umliegende Gras produziert. Ähnlich wie im Wald, leben Pilzkulturen demnach in Symbiose mit anderen Pflanzen. Das heißt, in einer Kosten-Nutzen-Beziehung. Besonders häufig zu beobachten ist dieses Phänomen bei neuem Rollrasen. Dieser wird von der Seite des Herstellers entsprechend mit einem organischen Substrat gedüngt. Dieses ist bei einem Pilz sehr beliebt. Aus diesem Grund lassen sich oft Pilzkulturen im ersten Jahr eines Rollrasens nachweisen.

Ein Pilz im Rasen ist jedoch auch ein Wegweiser für den Nährstoffhaushalt im Rasen selbst. Unter Umständen zeigt eine Vielzahl von Pilzen an, dass dem Grün Dünger fehlt. Was der Rasen zu wenig hat, hat der Pilz in diesem Fall zu viel. Sprich er wandelt eben organisches Material in für den Rasen nutzbare Nährstoffe um.