selber Ableger ziehen

Selber Ableger ziehen spart viel Geld

Ableger von einer Pflanze zu bekommen ist meist relativ einfach, da diese selbst neue Seitentriebe bilden, aus denen vom Hobbyzüchter leicht neue Pflanzen gewonnen werden können. Der Fachbegriff dafür lautet „Ableger ziehen„.
Die Triebe sind natürlich zunächst mit der Mutterpflanze verbunden. Nach dem Abschneiden bilden sie jedoch – in ein Gefäß mit Wasser gestellt – schnell eigene Wurzeln. Braun und grün getönte Gläser sind bei der Anzucht von Ablegern von Vorteil, da sich in ihnen die Wellenlänge des Lichts verändert und dies einen positiven Einfluss auf das Pflanzenwachstum hat.
Bei der Anzucht von Stecklingen unterscheidet der Fachmann zwischen Kopfstecklingen, die direkt unter der Blattknospe von einjährigen, blütenlosen Triebspitzen abgeschnitten werden, Teilstecklingen aus dem mittleren und unteren Triebteil und Steckhölzern, die ein Auge im Trieb haben sollten.
Gemeinsam ist allen Ablegern, dass sie – nach der Wurzelbildung im Wasser oder sofort – dann in einen kleinen Blumentopf mit Substrat gesteckt werden (ca. 2 cm tief). Danach wird die Erde um den Ableger herum angedrückt und gewässert. Von Vorteil ist ein kleines „Gewächshaus“, das aus einer Folie über einem Drahtbogen gebastelt werden kann. Der Topf sollte hell und warm stehen, aber nicht direkt in der Sonne. Wenn die Pflanzen ausreichend Wurzeln gebildet haben, können sie an ihren eigentlichen Bestimmungsort, meistens in einen großen Blumentopf, eingepflanzt werden.