Pflaumenbaum schneiden

Pflaumenbaum rechtzeitig schneiden, damit keine Zweige abbrechen

Pflaumenbäume neigen dazu, ganz dünne Äste auszutreiben und spröde Zweige zu haben, deshalb ist es eine wahre Kunst, diese richtig zu schneiden. Vom Optischen her muss nach dem Schnitt eine schöne Krone entstehen.

Ein Pflaumenbaum ist sehr empfindlich gegen Pilzbefall und andere Baumkrankheiten. Aus diesem Grund müssen die Schnittflächen unbedingt glatt sein. Bei Pflaumenbäumen, die sehr viele Früchte tragen, brechen die spröden Äste leicht ab. Der Baum kann schon im Winter, bei frostfreiem Wetter, verschnitten werden. Nicht bei Frost verschneiden, da die Wundheilung dann nicht reibungslos verlaufen kann. Aber am besten nutzt man den zeitigen Frühling, da kann man nichts mehr falsch machen. Alle spröden Äste entfernen und die ganz dünnen ebenfalls. Sollte man den Schnitt verpasst haben und der Baum trägt schon Früchte, dann evtl. Früchte ablesen oder evtl. Teile von den Ästen absägen. Der Baum schafft so viele Früchte sowieso nicht und wirft im Laufe des Sommers viele ab. Das Absägen im Sommer ist immer noch besser als eine Verletzung, wenn ein Ast abbricht.

Nach dem Pflanzen eines noch sehr jungen Baumes, schneidet man den Hochstamm in den ersten 5 Jahren nach der Pflanzung jeweils ein Drittel zurück, damit eine schöne Krone entsteht. Bei älteren Bäumen, die bereits Früchte getragen haben, schneidet man die Äste so zurück, das sich nur 3 bis 4 Hauptäste entwickeln. Die anderen Äste werden entfernt. Im Abstand von 2 Jahren sollte man am Pflaumenbaum einen Erhaltungsschnitt durchführen. Hierbei muss man alle neuen nach oben sprießende Triebe schneiden. Dadurch entsteht eine schöne Krone. Um eine wirklich schöne Krone zu erhalten, kann man die Hauptäste vorsichtig nach unten biegen und am Stamm befestigen und im nächsten Jahr wieder lösen.
Alte und ungepflegte Pflaumenbäume müssen durchgehend neu beschnitten werden, da die Äste wild durcheinander wachsen und der Früchteertrag abnimmt.