Tomaten veredeln

Tomaten veredeln: sorgt für viele Vorteile

Durch das Veredeln von Tomaten lassen sich die Vorteile verschiedener Tomatensorten ideal kombinieren, weiterhin steigert sie den Ernteertrag und schützt vor Schädlingen und Krankheiten. Als Unterlage eignen sich Sorten mit besonders kräftigen Stämmen, wie z. B. die Johannisbeertomate. Als Partner der Veredelung können sämtliche Sorten von Cocktail- bis Fleischtomate verwendet werden.

Die später den Stamm bildende Pflanze sollte mindestens 10 Tage früher ausgesät werden, als die Kopfpflanze. Wenn die Keimlinge eine Höhe von mindestens 10 cm und die Tomaten der Unterlage eine Stammdicke von 3 mm erreicht haben, kann mit dem Veredeln begonnen werden.

Vor dem Schneiden sollte man sich gründlich die Hände waschen, um die Schnittstellen nicht mit Bakterien zu verunreinigen. Der Schnitt sollte mit einem sehr scharfen Messer bei beiden Pflanzen kurz oberhalb der Keimblätter leicht schräg ausgeführt werden. Die Schnitte müssen sich so ergänzen, dass die Pflanzenteile optimal zusammenwachsen können. Mit einem dünnen Keramik- oder Plastikstift werden die beiden Stängel verbunden und zusammengesteckt. Die veredelte Pflanze muss unter einem Plastikbecher etwa eine Woche sonnig aber nicht in zu praller Sonne stehen. Der Becher sollte in den ersten Tagen zum Erhalt einer hohen Luftfeuchtigkeit nicht angehoben werden. Nach gut einer Woche darf etwas Luft zugeführt werden, eine unter den Becherrand geklemmte Streichholzschachtel sorgt für vorsichtige Abhärtung der Pflanze. Nach weiteren 5 Tagen kann die Pflanze ins Freiland umgesetzt werden.