Schlangengurken im Garten

Ein ganz besonderes Geschmackserlebnis: Schlangengurken im Garten

Jeder, der schon einmal in den Genuss kommen durfte, eigens gezüchtete Schlangengurken aus dem heimischen Garten zu kosten, weiß um das Geschmackserlebnis, welches einem dadurch bereitet wurde. Gerade die Unterschiede im finanziellen Bereich, wie auch der Ertrag gegenüber den kommerziell beschafften Schlangengurken lassen die Herzen von Kleingärtnern und Freunden des Kürbisgewächses höher schlagen.

Einen entsprechend hohen Ertrag liefern so genannte gynodiözische Sorten, da sie nur rein weibliche Pflanzen bilden, welche die Früchte ohne Bestäubung durch Insekten ansetzen. Die Jungpflanzen werden bei allen Sorten im Frühjahr – jedoch nicht vor Mitte/Ende Mai – gepflanzt, wobei ganz besonders den Wurzeln Beachtung geschenkt werden sollte. Der warme, humose und lockere Boden kann sich im Freiland des Gartens mit und ohne Überdachung, sowie in einem Gewächshaus befinden. Der pH-Wert liegt idealerweise bei 6,5 – 7 und dem Verschlammen muss vorgebeugt werden. Bekommen die Schlangengurken im Garten einen Platz, ist einer zu wählen, welcher genug Sonne wie auch Feuchtigkeit spendet.

14 Tage vor der Aussaat oder dem Setzen gebührt dem Boden besonderes Augenmerk, um ihn vorzubereiten. Wasser und viel Dünger mit wenig Stickstoff bilden die Grundlage für eine ertragreiche Ernte. Verrotteter Rindermist, grober Kompost oder Pferdemist stellt einen guten, warmen Pflanzfuß dar. Gerade Letzteres lockert und wärmt die Pflanzen. Bis zu einer Tiefe von ca. 35 cm tut es der Erde gut, wenn sie mit etwas Torf oder gehäckseltem Stroh vermischt und vor der Aussaat mit Brennnessellauge oder –jauche abgespritzt wird. Das Abspritzen dient zum Schutz vor Schädlingen oder Pilzbefall.

Um den Pflanzen genug Platz zum Wachsen zu geben, sollten die Spanndrähte in V-Form angebracht sein, damit die Ranken rechts und links im Wechsel hochgeleitet werden können.

Durften die ersten Früchte der einjährigen Pflanze das erste Mal geerntet und in bevorzugter Form verspeist werden, weiß man um den Sinn der gemachten Arbeit, welche als Belohnung ein kleines, selbst gezüchtetes Feuerwerk aus Geschmacks- und Gaumenfreuden bereithält.