Pestwurz gegen Migräne

Natürliches Heilmittel gegen Migräne

Bei der Migräne handelt es sich um eine Erkrankung, die bei Frauen etwa dreimal so oft auftritt als bei Männern. Typisch für einen Migräneanfall sind ein starker Kopfschmerz, in der Regel beschränkt auf eine Seite des Kopfes, der mit Übelkeit verbunden ist. Vielfach wird ein Migräneanfall durch Helligkeit verstärkt. Er kündigt sich bei vielen Betroffenen auch durch ein eingeschränktes Sehvermögen an. Bei der Suche nach Möglichkeiten zur Bekämpfung der Migräne hat sich die Pestwurz als ein natürliches Mittel erwiesen, mit deren Hilfe die Anzahl von Migräneanfällen vermindert und die Heftigkeit eines Migräneausbruchs gemindert werden können.

Die Pestwurz (Petasites hybridus) ist eine großblätterige Pflanze aus der Familie der Korbblüter. Sie wächst meist an Wasserläufen und das Aussehen ihrer Blätter erinnerte an einen übergroßen Huflattich. Auffällig ist bei der Pflanze, dass sich zunächst die Blüten entwickeln und die Blätter, die bis zu 60 Zentimeter groß werden können, erst später gebildet werden. Ihren Namen hat die Pestwurz aus der Zeit des Mittelalters, als die Pest in Europa wütete. Der Pflanze wurde eine heilende und prophylaktische Wirkung gegen die Pest zugeschrieben. Inwieweit dies zutrifft, ist heute nicht mehr verifizierbar, aber die heilende Wirkung der Pestwurz ist immer noch bekannt. So wird die Pflanze vorwiegend bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma erfolgreich eingesetzt. In neuerer Zeit wird die Pestwurz auch gegen die Migräne eingesetzt. Hierbei soll die Pestwurz zu einer Entspannung der Blutgefäße im Gehirn führen. Diese Entspannung hat zur Folge, dass sich bei prophylaktischer Anwendung die Anzahl der Migräneanfälle verringert. Zur akuten Applikation ist die Pestwurz nicht geeignet.

Grundsätzlich könnte ein Migränepatient Wurzeln oder Blätter der Pflanze am nächsten Bach sammeln und daraus einen Tee kochen oder einen anderen Extrakt bereiten. Diese Vorgehensweise ist aber wenig empfehlenswert, da die Pflanze neben ihren wirksamen Bestandteilen noch unerwünschte Inhaltsstoffe in Form von so genannten Pyrrolizindinalkaloide aufweist. Hierbei handelt es sich um Substanzen, die die Leberfunktion beeinträchtigen können und die als kanzerogen eingestuft werden. Bevor die Pestwurz als Migräneprophylaktikum verwendet werden kann, müssen die Alkaloide entfernt werden. Aus diesem Grunde sollte sich der Migränepatient keinen Tee aus den Pflanzenteilen bereiten, sondern auf spezielle gereinigte Extrakte, meist in Tablettenform, zurückgreifen. Von dieser Regel gibt es in neuerer Zeit aber auch Ausnahmen. Denn inzwischen wurden Pestwurzarten gezüchtet, in denen nur noch Spuren von Alkaloiden enthalten sind. Aus den Blättern dieser Pflanzen gekochter Tee kann im Rahmen einer vorbeugenden Kur angewendet werden. Die Zahl der Migräneanfälle lässt sich durch die Gabe von Pestwurzpräparaten um bis zu 50 Prozent reduzieren.