Klee im Rasen entfernen

Wie lässt sich Klee im Rasen entfernen?

Ein großes Ärgernis, was viele Gartenfreunde betrübt, die sich um einen satt grünen, gleichmäßigen und gepflegten Rasen bemühen, ist das Auftreten von Klee. Klee ist eine Pflanze, die sich zwischen den Halmen des Rasens wohlfühlt, sich vom Dünger ernährt und sich auf Grund der hervorragenden Voraussetzungen ausgezeichnet vermehrt und wächst. Klee ist eine Unkrautart, die relativ anspruchslos ist und deshalb sogar ganze Rasenflächen beeinträchtigen kann. Außerdem ist die Beschaffenheit des Klees so zart, dass er sich nur sehr schlecht aus dem Rasen mit mechanischen Mitteln entfernen lässt, da beim Herausziehen meist die Wurzeln im Boden stecken bleiben und bald wieder erneut austreiben. Wegen des intensiven und wuchernden Wuchses von Klee wird der Rasen verdrängt. Es entsteht ein spärlicher Wuchs und die von Klee bedeckten Regionen werden immer umfangreicher.
Sowohl mechanische als auch chemische Mittel können hilfreich sein, ungewollten Kleebefall im Rasen zu vermeiden oder ihn effizient zu bekämpfen. Die erste Möglichkeit, die von vielen Gartenfreunden empfohlen wird und sich erfahrungsgemäß als recht einfache und wirksame Lösung bewährt hat, ist der Einsatz sogenannter Bodenfolie. Bodenfolie wird für unterschiedliche Zwecke verwendet, eignet sich gleichsam ausgezeichnet, um Klee im Rasen zu reduzieren. Die Bodenfolie wird einfach über die Stellen ausgebreitet, in denen der Klee auftritt und bleibt dort im Durchschnitt etwa vier Wochen liegen. Dies führt dazu, dass der Klee durch die unzureichende Luftzufuhr abstirbt und vergeht.
Eine Vielzahl von Rasenfreunden sieht das Ausstechen des Klees als bessere Variante an, denn diese Methode hat den Vorteil, dass dieses recht hartnäckige und wuchsfreudige Unkraut auch mit den Wurzeln entfernt werden kann. Um einen lang anhaltenden Erfolg zu haben, sollte das Ausstechen des Klees jedoch in immer wiederkehrenden Abständen durchgeführt werden und gerade junge, wieder nachwachsende Pflänzchen rechtzeitig zu erfassen.
Um lästigen Klee aus dem Rasen zu entfernen und dies möglichst umfassend und wirkungsvoll zu erledigen, werden im einschlägigen Gartenfachhandel verschiedene chemische Substanzen angeboten. Diese arbeiten auf der Basis herkömmlicher Unkrautbekämpfungsmittel mit der chemischen Keule. Diese Substanzen können unter der Kategorie Rasenunkrautfrei erworben werden und machen in ihrer Wirkung jedoch keinen Unterschied zu Pflanzen, die erhalten bleiben sollen. Außerdem führt der Einsatz dieser Rasenunkrautfrei Chemie meist zunächst auch zur Beeinträchtigung des umliegenden Rasens, der sich erst wieder nach einigen Tagen in einem gesunden Ausmaß zeigt. Damit die Kleebeseitigung wirklich von Nutzen gekrönt ist, müssen nach dem Auftragen auf die betroffenen Stellen mindestens zwei bis drei Wochen vergehen.
Im Zusammenhang mit dem vielversprechenden Einsatz hochwertiger ökologischer und auf biologischer oder physikalischer Grundlage arbeitender Methoden, wird eine Veränderung des pH-Wertes im Boden empfohlen. Dieser sollte zunächst ausgetestet werden. Für einen gesunden Rasen ohne Klee liegt das optimale Limit bei etwa pH 6. Um den pH-Wert in diesen Bereich zu bringen, helfen entsprechende Gaben von Düngern. Auch auf stark lehmhaltigem und festem Boden wächst viel Klee. Eine kontinuierliche Belüftung und Lockerung des Bodens mit dem Vertikutierer ist hierbei hilfreich, damit sich kein Klee mehr bilden kann. Darüber hinaus tragen spezielle Düngersorten dazu bei, dass der Rasen nicht spärlich, sondern kräftig und dicht wächst, sodass der Klee von den Gräsern selbst verdrängt wird. Die Methode des sogenannten Absandens von kleebefallenem Rasen im Herbst und Frühling ist gleichsam äußerst effektiv.