Spinnmilben

Spinnmilben mit Akariziden behandeln

Spinnmilben (Tetranychidae) gehören zu den aggressivsten Pflanzenschädlingen. Sie vermehren sich innerhalb kurzer Zeit sehr stark und überziehen dabei die Unterseiten von Blättern mit feinen Gespinsten. Dabei werden die Blattzellen von den Spinnmilben ausgesaugt. Dadurch entsteht oberhalb der Blätter ein durchscheinendes, helles, silbriges Punktmuster. Schließlich verwelken die Blätter der Pflanzen. Besonders gefährdete Pflanzenarten sind Bohnen und Gurken.

Spinnmilben gehören innerhalb der Milbenordnung zu der Familie der Unterordnung Astigmata. Die Spinnmilben zählen zu den Pflanzensaftsaugern. Dabei beschränkt sich ihr Saugen auf die Epidermiszellen der Pflanzenblätter. Zu erkennen sind diese winzig kleinen Schädlinge nur mit einer Lupe oder einem Stereomikroskop. Die Gattung der Spinnmilben kommt auf der ganzen Welt vor. Einige Arten dieser Spezies sind wichtige Schädlinge und sind wirtschaftlich von hoher Bedeutung. Dazu gehören vor allem die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae), die Lindenspinnmilbe (Eotytranychus tiliarum) sowie die Rote Spinne (Panonychus Ulmi).

Begünstigt wird die Ausbreitung der Spinnmilben vor allem durch hohe Temperaturen und trockene Luft. So sind eine gute Belüftung und hohe Luftfeuchtigkeit als Vorbeugungsmaßnahme zu empfehlen. Zu den natürlichen Feinden der Spinnmilben zählen Florfliegen, Gallwespen, Marienkäfer, Raubwanzen und Schlupfwespen. Anfällige Pflanzen können mit Gesteinsmehl oder Brennnesseljauche gestärkt werden. Gemüse, das bereits von Spinnmilben befallen wurde, kann mit Schachtelhalmbrühe gespritzt werden. Als bewährtes Hausmittel gelten auch Zwiebelsud und gepresster Samen aus dem indischen Niembaum. Zur Vorbeugung wird Niemkonzentrat empfohlen. Werden Spinnmilben mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt, muss beachtet werden, dass diese Milbenart schnell resistent wird. Daher wird eine häufigere Behandlung mit verschiedenen Akariziden empfohlen.