Nacktschnecken

Nacktschnecken können den Winter nicht überleben

Nacktschnecken sind Landschnecken ohne Schale, wobei die Reduktion der äußeren Schale nicht nur bei den Landschnecken vorkommt. Auch bei im Meer lebenden Exemplaren gibt es eine Gruppe, die ohne Schale überlebt. Gerade nach Regenschauern kann man die großen, schwarzen Wegschnecken sehen. Auch viele ihrer Verwandten kriechen in unseren Büschen und auch in unserem Garten herum. Doch wo liegt der Vorteil, dass diese Tiere keine Schale mehr haben? Eigentlich verlieren sie doch nur ihren Schutz damit. Allerdings ist der gewonnen Schutz nur minimal. Die meisten Räuber, vor denen sich eine Schnecke fürchten muss, kann die Schale schnell zertrümmern. Die Nacktschnecken haben einen anderen Schutz entwickelt. Eine schleimige Schicht umhüllt ihren Körper. Dieser wirkt nicht nur wasserbindend, sondern ist zudem sehr übelschmeckend. Außerdem können sich die Schnecken zusammenziehen und ihren Blutdruck dadurch erhöhen. Dadurch wird ihr Körper hart und widerstandsfähig. Dies lässt die Nacktschnecke zusammen mit dem Schleim überleben, da viele Angreifer von ihrem Opfer ablassen. Die meisten Nacktschneckenarten überleben den Winter nicht. Sie sterben bereits im Herbst, nachdem sie ihre Eier abgelegt haben. Diese überleben Frost und Kälte des Winters und im Frühjahr des nächsten Jahres schlüpft eine neue Generation von Schnecken.

Nacktschnecken fressen nicht nur das Gemüse im Garten. Als Allesfresser werden sie sogar zu Kannibalen und verspeisen ihre Artgenossen oder bereits verstorbene Regenwürmer, die den letzten Regen nicht überlebt haben.