Kellerasseln im Garten

Kellerasseln arbeiten im Garten mit Regenwürmern zusammen

Jeder Gartenbesitzer kennt Kellerasseln. Diese unscheinbaren, zu den Krebstieren gehörenden „Krabbeltierchen“ halten sich dort auf, wo es feucht und dunkel ist, um sich vor Austrocknung zu schützen.

Kellerasseln gehören zu den nützlichen Tieren im Garten, da sie an der Umsetzung von abgestorbenem Pflanzenmaterial beteiligt sind. Ohne die Leistung der Asseln, Regenwürmer und anderer Kleinstlebewesen wäre unser Gartenboden ein nährstoffarmer Sandhaufen. Als naturverbundener Gartenbesitzer sollte man nicht nur Igel und Meisen schätzen. Auch die Unscheinbaren gehören in unseren Garten.

Gegen Kellerasseln werden in Baumärkten Giftköder angeboten, die den Wirkstoff Chlorpyrifos enthalten können. Diese Chemikalie wirkt als Nervengift, ist verwandt mit den Kampfgasen des I. Weltkrieges und in den USA seit 2001 verboten! Sie wirkt nicht nur durch den direkten Kontakt und durch die Aufnahme durch den Mund. Als langlebiges Atemgift kann sie jahrelang in der Luft verbleiben. Vergiftungssymptome sind Kopfschmerzen, Taubheitsgefühle, Krämpfe und Lähmungserscheinungen. Das Gift reichert sich im Fettgewebe an und kann bei Dauerbelastung Immunschwäche und Leukämie hervorrufen. Jedes Gift, das Sie im Garten oder Haus ausbringen, schädigt auch andere Insekten, Igel, Vögel.

Kellerasseln lassen sich umweltfreundlich entfernen, indem man sie durch einen feuchten Lappen mit einer halbierten rohen Kartoffel oder Möhre anlockt und dann zum Komposthaufen trägt. Kellerasseln können gesundes Pflanzenmaterial erst dann anknabbern, wenn diese durch andere Tiere bereits angefressen sind, zum Beispiel Früchte durch Schnecken oder Vögel.