Hortensien schneiden

Hortensien muss man fast gar nicht schneiden

Viele Hortensien-Freunde stehen jedes Jahr erneut vor dem Problem, wie sie ihre geliebten Pflanzen am besten schneiden und überwintern. Es ist ganz simpel, sobald man sich darüber im Klaren ist, um was für eine Hortensie es sich handelt. Die beliebteste Art ist die so genannte Bauernhortensie. Diese sollten fast überhaupt nicht geschnitten werden, wie auch fast alle anderen Arten. Lediglich im Frühjahr werden die veralteten Blütenstände und eventuell abgestorbene Zweige entfernt. Der Grund dafür ist, dass sie am zweijährigen Holz blühen. Daher bereiten sie auch so viel Kummer, da viele Arten nicht gänzlich winterfest sind. Es kommt zwar selten zu Totalverlusten, aber häufig stirbt doch einmal ein Trieb im Winter ab.

Anders verhält es sich bei den Rispen-Hortensien und den Ball-Hortensien. Diese sind robuster und blühen bereits am einjährigen Holz. Daher muss man sie im Frühjahr um rund 50 cm tief zurück schneiden. (Bei Ballhortensien weniger radikal vorgehen). Dadurch wird ein buschiger, dichter Wuchs gefördert, da viele Triebe neu austreiben. Das gleiche Prinzip wird auch bei Edelrosen angewendet. Das bedeutet wiederum eine reiche Blütenpracht. Dabei entsteht unterhalb der Schnitthöhe ein sparriger Wuchs mit sehr wenigen Blüten. Die Überwinterung dieser Arten stellt kein Problem dar. Nur in sehr rauen Klimaregionen sollte etwas Fließ um die Pflanze gewickelt werden oder sie wird einfach in einen dunklen, kühlen Raum gestellt.