Süßkraut – Stevia

Süßkraut/Stevia: in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen

Die Stevia wird oft auch als Süßkraut bezeichnet und gehört zur Familie der Korbblütler. Diese Pflanze ist bereits seit Jahrhunderten bekannt und wird traditionell gern als pflanzlicher „Süßstoff“ verwendet. Allein schon beim Kauen eines Stevia-Blattes breitet sich der herrliche, süße Geschmack dieser Pflanze im Mund aus.

Ursprünglich stammt sie aus Südamerika. Ihre Inhaltsstoffe werden vor allem in Asien als Zuckerersatzstoff verwendet (Steviosid). In der EU ist sie derzeit als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff nicht zugelassen. In Brasilien und Paraguay, wo die Stevia auch wild vorkommt, wird sie als Süßstoff und Medizin verwendet. Die Guaraní-Indianer süßen mit ihr den bekannten Mate-Tee.

In Deutschland, wie auch in der gesamten EU, ist das Inverkehrbringen der Stevia als Lebensmittel untersagt. Die Pflanze jedoch darf veräußert werden und sie wird immer bekannter. Ihre Blätter können zum Süßen von Speisen verwendet werden, ebenso genügt ein Teil eines Blattes zur Süßung einer Tasse Tee. Gemahlen kann aus den Blättern Steviapulver gewonnen werden, welches sich besser dosieren lässt.

Unbestätigten Angaben von verschiedenen Blumenschulen zu Folge ist Stevia für Diabetiker unbedenklich. Zahlreiche Organisationen setzen sich für die „Befreiung“ der Stevia-Pflanze ein. Sie argumentieren pro Stevia und versuchen das Verbot als Lebensmittel in der EU aufzuheben.

Die Süßkraut-Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Sie muss feucht gehalten werden, darf aber nicht völlig nass sein. Im Sommer sollte sie leicht gedüngt werden. Die Stevia benötigt einen sonnigen, warmen Platz und ca. 20 Grad Celsius zum Leben.