Gartengestaltung von Wegen

Wege haben für die Gartengestaltung einen funktionalen und einen ästhetischen Aspekt. Sie bieten einen Zugang zum Gartenpavillon, zur Kompostkiste oder dem Gemüsebeet, selbst wenn der Boden nach einer längeren Regenperiode aufgeweicht ist und klumpenweise an den Schuhen hängen würde. Für den Nutzgarten ist damit der Funktionsbereich eines Weges abgedeckt.

Fügt sich ein Weg problemlos in die Gartengestaltung ein?

Zugleich bedeutet die Anlage eines Weges einen markanten Ansatz bei der Gartengestaltung.
Im Ziergarten, der optisch von Blumen, Büschen, Sträuchern und Rasen bestimmt wird, stellt ein Weg einen Fremdkörper dar.
Er durchschneidet Rasenflächen, teilt Beete, zergliedert den Garten in Abschnitte. Diesem trennenden Charakter eines Weges steht jedoch ebenso deutlich eine verbindende Funktion gegenüber.
Ein Weg öffnet Perspektiven, leitet den Blick, erweckt Neugier: Was mag hinter der Wegbiegung liegen, wo das hohe Ziergras den Durchblick verwehrt? Was immer es ist, ob ein kleiner Teich, ein Pavillon oder ein eher banaler Komposthaufen, es weckt Erwartung, macht den Garten spannend und lässt auch eine kleine Fläche größer erscheinen.
Die Anpassung an das Gelände ist bei der Gartengestaltung eine Selbstverständlichkeit. Andererseits kann ein Weg dazu dienen, dieses Gelände zu betonen. Ein Erdhügel, der eigentlich als störend empfunden wird, kann zum Blickfang werden, wenn ein Weg ihn umrundet und er entsprechend bepflanzt ist.
Ob Holz, Pflaster, Stein – ein Weg kann dem Garten ein Gesicht geben.

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