Rasen reparieren

Veränderungen im Rasen sollte man umgehend reparieren

Wer Besitzer eines Gartens mit Rasenfläche ist, freut sich über einen saftig grünen, dichten Rasen. Leider treten schon häufig kurze Zeit, nachdem ein Rasen angelegt wurde, erste Probleme auf. Man sollte seinen Rasen gut beobachten, um bei eventuellen Veränderungen diesen schnellstmöglich reparieren zu können. So können einzelne Unkräuter, wie zum Beispiel Löwenzahn oder Gänseblümchen, leicht mit der Wurzel aus dem Boden herausgestochen werden. In der Regel wachsen solche kleineren Flächen auch bei richtiger Rasenpflege schnell wieder zu.

Handelt es sich um größere Flächen, die nach dem Entfernen von Moos, Unkräutern oder abgestorbenen Pflanzenresten entstehen, kann der Gartenbesitzer diese mit einer speziellen Rasennachsaat versehen. Die im Fachhandel angebotenen Nachsaaten sind für alle Rasentypen geeignet. Besonders im Frühjahr und im Herbst, wenn der Boden vertikutiert wurde, sieht man häufig erst das ganze Ausmaß der Schäden. Wenn der Rasen danach aber mit Dünger behandelt und gut gewässert wird, erholt er sich oft schnell.

Es ist zu beachten, dass Unkräuter und Moos um so weniger Chancen zum Wachsen haben, je dichter der Rasen ist. Dies erreicht man vor allem mit dem regelmäßigen Mähen – je nach Wetter ein bis zwei Mal wöchentlich. Vorbeugend, aber auch zur Behandlung des Rasens, kann der Gartenbesitzer Dünger kombiniert mit Moos- und Unkrautentferner verwenden.

Je eher ein Gartenbesitzer bei Problemen eingreift, desto einfacher kann er seinen Rasen reparieren und das gesunde Wachstum mit geeigneten Maßnahmen unterstützen.

Rasen wächst nicht

Wenn der Rasen nicht wächst, kann das viele Ursachen haben

Viele Grundstücksbesitzer haben Probleme mit ihren Grünanlagen. Wenn bestimmte Faktoren auf den Rasen falsch einwirken kann dies dazu führen, dass der Rasen nicht wächst.

Der Rasen kann im Hochsommer extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Wenn die Rasenfläche dann auch noch zu wenig gewässert wird, kann dies zum „Verbrennen“ des Rasens führen.

Die optimalen Rasenmäher zur Pflege der Grünanlage sind Spindelmäher. Diese sollten ca. 40 % der Wuchshöhe entfernen. Das abgeschnittene Gras sollte auf alle Fälle vom Rasen entfernt werden.

Die Bewässerung eines Rasens sollte abends oder morgens erfolgen. Die oberen 12 cm des Erdreichs sollten dabei durchfeuchtet werden. Am besten ist es den Rasen mit ausreichend Wasser eher selten zu versorgen, als wenig Wasser öfters auf die Grünfläche zu geben.

Die Bewässerung und die Rasenpflanzen bewirken eine Veränderung des Nährstoffgehalts des Bodens. Aus diesem Grund ist regelmäßiges Düngen wichtig. Ein gut gepflegter Rasen wird jährlich drei bis fünf Mal gedüngt. Am besten ist der Gebrauch von Langzeitdüngern, damit der Rasen konstant mit Nährstoffen versorgt wird und wachsen kann.

1-2 mal pro Jahr sollte jeder Rasen auch vertikutiert werden und weniger bewachsene Stellen durch eine Nachsaat geschlossen werden. Falls der Rasen nicht wächst sind auch weitere Maßnahmen wie besanden, aerifizieren und tiefenlockern möglich.

Pilz im Rasen

Pilz im Rasen – nicht nur negativ

Dieses leidige Thema ist sicherlich vielen Gartenfreunden ein Begriff. Sobald die Temperaturen steigen und die Feuchtigkeit in Gras zunimmt, fühlen sich auch Pilze auf einmal wohl auf dem heimischen Rasen. Hierdurch entsteht bis zu einem gewissen Grad ein optischer Makel, welcher nicht gerne einfach hingenommen wird. Betrachtet man jedoch einmal die rein funktionelle Seite, erkennt man, dass ein Pilz im Rasen nicht schadet.

Das Gegenteil ist hier sogar der Fall. Der Pilz hilft den umliegenden Gräsern beim Wachstum, in dem er holzige und andere Überreste anderer Pflanzen zersetzt und in Nährstoffe verwandelt. Man könnte also sagen, dass der Pilz eine Art Düngemittel für das umliegende Gras produziert. Ähnlich wie im Wald, leben Pilzkulturen demnach in Symbiose mit anderen Pflanzen. Das heißt, in einer Kosten-Nutzen-Beziehung. Besonders häufig zu beobachten ist dieses Phänomen bei neuem Rollrasen. Dieser wird von der Seite des Herstellers entsprechend mit einem organischen Substrat gedüngt. Dieses ist bei einem Pilz sehr beliebt. Aus diesem Grund lassen sich oft Pilzkulturen im ersten Jahr eines Rollrasens nachweisen.

Ein Pilz im Rasen ist jedoch auch ein Wegweiser für den Nährstoffhaushalt im Rasen selbst. Unter Umständen zeigt eine Vielzahl von Pilzen an, dass dem Grün Dünger fehlt. Was der Rasen zu wenig hat, hat der Pilz in diesem Fall zu viel. Sprich er wandelt eben organisches Material in für den Rasen nutzbare Nährstoffe um.

Englischer Rasen

Englischer Rasen: anspruchsvoll und edel

Der englische Rasen gilt als einer der anspruchvollsten, aber auch edelsten Rasenarten. Ursprünglich als Golfrasen verwendet, ist er heute bei Rasenliebhabern sehr beliebt. Der englische Rasen zeichnet sich durch seine Dichte und Robustheit aus.

englischer Rasen

Um einen englischen Rasen zu bekommen, bieten Fachhandlungen Rasensamen an. Dabei ist auf Reinheit der Samen und auf die Keimfähigkeit zu achten. Diese Werte gelten als Vergleichwert, um die Qualität der Samen zu bewerten. Ein Rollrasen ist nicht zu empfehlen; er ist teurer und erreicht nur bedingt die Qualität eines englischen Rasens.

Das Säen sollte am Besten im späten Frühling begonnen werden. Optimal ist der Monat Mai geeignet. Auf keinen Fall darf in der ersten Zeit nach dem Säen Bodenfrost auftreten. Der Boden sollte von Unkraut befreit werden und aufgelockert sein. Die Samen möglichst gleichmäßig verteilen und in der ersten Woche täglich gießen, bis die ersten Samen keimen. Sollte der Rasen nicht gleichmäßig sprießen, kann problemlos nachgesät werden.

Nach zwei bis drei Jahren ist der Rasen komplett ausgewachsen. Um ein einheitliches Rasenbild zu erhalten, sollte er dauerhaft genug Wasser haben. Dies ist besonderes wichtig, wenn der Rasen in direkter Sonneneinstrahlung liegt. Auch ein wöchentliches Düngen und regelmäßiges Mähen ist zu empfehlen. Im Sommer hilft ein Vertikutierer, um den Rasen zu lüften und Moos fernzuhalten.

Rasen anlegen

Worauf sollte man beim Rasen anlegen achten?

Die Vorbereitungen für das Anlegen eines Rasens sollten zwischen März und April beginnen.

Zuerst muss das Unkraut von der entsprechenden Stelle entfernt werden. Nachdem die Fläche im Anschluss daran umgegraben und begradigt wurde, sollten große und kleine Steine abgesammelt werden. Die Fläche muss nun planiert oder festgewalzt werden. Die Aussat des Rasens sollte erst etwa 2 Wochen später erfolgen. In dieser Zeit muss nachwachsendes Unkraut immer sofort beseitigt werden.

Zum Zeitpunkt der Aussaat sollte der Boden sehr fest sein, so dass man nicht mehr darin einsinkt.

Für einen Quadratmeter Erde werden etwa 20 bis 30 Gramm Samen verwendet. Die Aussaat kann per Hand oder bei größeren Flächen mit der Streumaschinen erfolgen. Grassamen sind Lichtkeimer und werden deswegen nur leicht eingeharkt sowie am Boden festgedrückt um ein Wegtragen durch den Wind zu verhindern.
Nach der Aussat des Samens (besonders in den ersten drei bis vier Wochen) muss auf eine ständige Bewässerung des Rasens geachtet werden, da der Grassamen sehr empfindlich auf Trockenheit reagiert.

Eine Alternative zur Aussat ist die Verwendung von Rollrasen. Die Bodenvorbereitungen sind in diesem Fall die gleichen. Nach Kauf des Rasens sollte dieser innerhalb von 36 Stunden im Garten verlegt werden und regelmäßig und ausgiebig gewässert werden. Nach Verlegung des Rollrasens kann dieser sofort betreten werden und ist nach etwa zwei Wochen mit dem Boden verwurzelt.