Obstbaum kaufen Versand

Obstbaum kaufen – beim Gärtner oder im Versand?

Wer einen Obstbaum oder mehrere kaufen möchte, der sollte das am Besten bei einem Gärtner oder der Baumschule der Region tun. Weniger günstig ist der Versand aus anderen Regionen und Kauf aus dem Katalog.

Jeder Baum ist eine Pflanze, die sich bei der Aufzucht an bestimmte Bodenbedingungen und Klimaverhältnisse gewöhnt, bzw. anpasst. Wenn Sie einen Obstbaum kaufen und im Garten einpflanzen, dann muss er sich an die neuen Bodenbedingungen und die veränderten Klimaverhältnisse erst gewöhnen. Das Risiko, dass der Obstbaum nicht anwächst ist immer größer, wenn er aus einer ganz anderen Region und eventuell sogar unbekannten Bodenbedingungen kommt. Durch den Versand kann der Obstbaum beschädigt werden und er bekommt einige Tage kein Wasser.

Beim Gärtner oder der Baumschule um die Ecke ist das alles bekannt. Der Obstbaum kann selbst ausgesucht werden und ist kein Bild aus einem Hochglanzkatalog. Oft gibt es auch spezielle Hinweise für die Einpflanzung und die Pflege. Bei Problemen kann der Kunde sofort Rat einholen oder sogar eine kostenlose Ersatzlieferung bekommen, wenn der Obstbaum nicht angewachsen ist. Der höhere Preis, der gegenüber dem Katalogkauf zu entrichten ist, macht sich bei Gewächsen und besonders bei Bäumen fast immer bezahlt.

Spalierobst

Spalierobst bekommt eine ganz besondere Form

Spalierobstbäume sind kompakt und kleinwüchsig und damit ideal für kleine Gärten, Balkone oder ungenutzte Hauswände. Zu den Vorteilen zählen der Platz sparende Wuchs, das Wegfallen der Obstbaumbeschneidung und einfacheres Ernten des Obstes. Man unterscheidet zwischen kletterndem und nicht kletterndem Spalierobst. Zum Formen eignen sich Spaliere aus Holz, Metall oder Spanndrähten.

Kirsche als Spalierobst

Zum nicht kletternden Spalierobst zählt zum Beispiel die Aprikose. Nach dem Kauf des Obstbäumchens muss es formiert werden. Die unausgereiften und biegsamen Gerüstäste werden mit einem Draht an einem waagerecht in der Mitte angebrachten Holzstab befestigt. Zum Abbiegen der Äste ist die Zeit zwischen Mai und Juli ideal. Alle weiteren Seitentriebe müssen gekürzt werden, damit sie das Wachstum der Hauptäste nicht behindern. Spalierformen sind beispielsweise die U-Form, Dreiecksform, ein- und zweiarmige Schnurbäume oder Palmetten-Formen. Die Äste müssen fest an das Spalier angebunden werden, damit sie die schweren Früchte tragen können. Pflanzt man Apfelbäume als Spalierobst, kann man auch verschiedene Apfelsorten miteinander verzweigen, die zu unterschiedlichen Zeiten Früchte tragen. Wichtig sind das ständige Pinzieren (Entspitzen) und der Regulierungsschnitt, mit dem Seitentriebe und Wasserschosse entfernt werden. Kletternde Pflanzen, wie Kiwi oder Trauben, wachsen an einem Fächerspalier. Die Zweige der Pflanzen werden dazu fest am Spalier angebunden.

Spalierobstbäume sind bereits in den ersten Jahren sehr ertragreich. Als Spalierobst eignen sich viele Apfel- und Birnensorten, aber auch Aprikose, Pfirsich, Kirsche, Weintrauben, Kiwis und Pflaumen.

Tipp: Mit Spalierobst lassen sich köstliche Marmeladen herstellen. Damit haben Sie länger etwas aus Ihrem Obstgarten und können Ihre Gäste verwöhnen. Besonders dekorativ machen sich Marmeladengläser, wenn Sie ein buntes Stofftuch mit einem Gummin am Deckel befestigen.

Brombeeren

Brombeeren als Lebensmittel sehr wohlschmeckend

Die Brombeeren gehören zu der sehr weit verbreiteten und großen Pflanzengattung Rubus, die mehrere Tausend Arten umfasst. Der Name „Brombeere“, die in manchen Gebieten auch „Schwarz- oder Kratzbeere“ genannt wird, leitet sich von dem althochdeutschen Wort „brämben“ (bedeutet „Beere des Dornenstrauchs) ab.

Die Brombeere gedeiht nahezu weltweit. Zu ihren bevorzugten Regionen zählen die gemäßigten Klimazonen in Europa und Nordafrika. Sie ist jedoch auch in Vorderasien und Nordamerika beheimatet. Erforderlich für das gute Gedeihen der Beeren ist ein kalk- und stickstoffreicher Boden, möglichst in sonniger bis halbschattiger Lage.

Brombeeren gehören zu den sogenannten Kletterpflanzen und können deshalb zwischen 50 und 300 cm hoch werden. Aufgrund ihrer saftigen und wohlschmeckenden Früchte sind sie als Gartenpflanzen sehr beliebt. Die Beeren können im Zeitraum von Juli bis Oktober geerntet und gesammelt werden.

Brombeeren werden gerne und häufig als Lebensmittel genutzt. So werden sie beispielsweise zu Marmelade oder Saft verarbeitet. Daneben dienen die Beeren jedoch auch als Heilpflanze. Die Blätter wirken blutreinigend und blutzuckersenkend, weswegen aus ihnen auch ein Heiltee hergestellt wird. Außerdem sind die Blätter der Brombeere ein traditioneller Farbstoff, aus dem graue und braune Farbtöne gewonnen werden können.

Johannisbeere

Die Johannisbeere ist sehr vielseitig

Eine kleine Beere in der viel steckt. Benannt wurde die Johannisbeere nach dem Johannistag am 24. Juni. Denn um den Johannistag sind die ersten Beeren reif und können geerntet werden.

Die Johannisbeere ist ein besonders anspruchsloses, mehrjähriges Obstgehölz. Ohne großen Aufwand können große Mengen der Beeren geerntet werden. Der Standort der Obststräucher sollte hell sein, ein sonniger Platz ist geeignet. Die Johannisbeere muss man normal wässern und düngen und darauf achten, dass die Pflanze nicht austrocknet. Der Pflanzenabstand bei mehreren Gehölzen sollte etwa zwei Meter betragen.

Einzig ein regelmäßiger Rückschnitt ist wichtig. Nach der Blüte sollte die Pflanze ausgelichtet werden. Dazu zirka 10 Jungtriebe belassen. Die verblühten Blüten nicht entfernen. Für eine gute Ernte ist Licht und Luft wichtig. Die alten Triebe werden erst nach der Ernte zurückgeschnitten. Die Triebe sollten nicht älter als vier Jahre sein. Die Johannisbeere kann bis zum August und oft bis in den September geerntet werden. Die Inhaltsstoffe bleiben am Strauch länger erhalten, deshalb die Beeren direkt zum Verbrauch abnehmen.

Die Gattung umfasst etwa 150 Arten, dabei als Zier- und Obstgehölz. Die bekanntesten Obstarten in Europa sind die Stachelbeere, die rote, weiße und schwarze Johannisbeere.

Etwas säuerlich schmecken alle Beeren, aber dennoch sind sie sehr beliebt. Die Johannisbeere enthält Vitamine, Mineralien, sowie Pflanzen- und Ballaststoffe. Die Verwendung ist sehr vielseitig, zum Beispiel frisch mit Zucker, in Milch, Quark, Pudding, Müsli und natürlich als Kuchen.

Obstbäume pflegen

Obstbäume richtig schneiden

Damit man an Obstbäumen seine Freude hat und sie möglichst viele Früchte tragen, muss man sie richtig pflegen. Dazu gehört der richtige Schnitt. Dabei muss man genau darauf achten, dass man die Bäume richtig schneidet, denn das ist ein maßgeblicher Punkt für eine gute Ernte.

Zunächst sollte die Krone gut ausgelichtet sein, damit die Sonne immer gut durchkommt. Dies verhindert auch Pilzinfektionen der Äste, die durch Regen verursacht werden können. Man sollte auch alle Äste kappen, die nach innen wachsen, da sie andere Zweige nur behindern und keine Blüten tragen. Auch Astgabeln sollten bei Obstbäumen unbedingt vermieden werden, da diese der Fäulnis einen optimalen Nährboden bieten. Wenn man merkt, dass sich ein Zweig nochmals verzweigt, sollte man einen der beiden wegschneiden. Das Gleiche gilt auch für parallel wachsende und sich überkreuzende Zweige. Wegschneiden muss man auch Äste die nicht normal wachsen. Auch Äste, die Schädlinge wie Mehltau oder Raupennester aufweisen, müssen abgeschnitten werden, damit ein gesundes Wachstum des Obstbaums gefördert wird.

Beim Schneiden der Obstbäume gelten für unterschiedliches Obst auch unterschiedliche Zeiten. Beeren- und Kernobst, wie Äpfel oder Birnen, kann man das ganze Jahr über schneiden. Man sollte nur darauf achten, dass es nicht zu kalt ist. Bei Steinobst, wie Pflaumen oder Kirschen, sollte man das Schneiden erst in der Laubzeit, dem Herbst, vornehmen.