Thymian

(Thymus vulgaris)

Zuerst einmal die verschiedenen Sorten des Thymians:

a) Gewöhnlicher Thymian: 20 cm hoch, hellrosa blühend, bekannt als Würze für Pikantes, Lamm, Fisch und Gemüse.
b) Spanischer Thymian: blüht helllila, 10 cm groß, sehr aromatisch
c) Zitronenthymian: rosa blühend, zartes Zitronenaroma, bei Fisch- und Pilzgerichten
d) Orangenthymian: vollen Orangengeschmack, ca. 20 cm groß, passt zu Ente und Süß-Saurem
e) Mattenthymian: rosa, trittfest und niederige Polster, bei Auslegung von Steinfugen genutzt

Volle, sonnige Standorte, durchlässigen Boden will die aus Mitteleuropa stammende, mehrjährige, immergrüne Pflanze. In dem Zeitabschnitt von Mai-September soll man das Kraut pflücken, das man dann trocknet. Thymian und Spitzwegerich in Zucker angesetzt ergeben einen wunderbaren, echt biologischen Hustensaft.

Engelwurz

(Angelica archangelica)

Der bis zu 2 m hohe, dekorative Doldenblüter hat hohle, gerillte Stängel. Die Blätter sind fiederartig und mit großen, bauchigem Schneiden am Stängelansatz gekennzeichnet. Das Sammeln von Engelwurz in freier Wildbahn kann gefährlich sein, da die Engelwurz leicht mit dem hochgiftigen Schierling zu verwechseln ist.
In Kräuterweinen bzw. Likören nach alten Rezepten wirkt die Engelwurz als Verdauungshilfe.
Kandiert wird es zur Verzierung von Buttercremetorten verwand. Der Wurzelstock wurde ehemals zu Gemüse verkocht – als Tonikum für Magen. In italienischen Küchen ist eine Cassata ohne Engelwurz keine echt Orginale.
Rheumatische Beschwerden können durch eine spezielle abgekochte Flüssigkeit, die man als Vollbad anwendet, gelöst werden.
Zur Konsevierung reinigt man die Wurzel, schneidet diese in Stücke und trocknet sie in der Sonne. Auch getrocknet zieht sie Insekten an.

Kräuter pflanzen

Kräuter pflanzen – das gesunde Highlight im eigenen Garten 

Ob zu Salat, Fisch, Fleisch oder Gemüse – frische Kräuter, wie zum Beispiel Petersilie, Basilikum, Estragon oder Dill, sind ein Highlight für jedes Gericht und gehören in jede gut eingerichtete Küche. Die besten Aromen enthalten frische Kräuter, aber auch getrocknet verfeinern sie jede Mahlzeit. Am gesündesten und preiswertesten sind diese feinen Kräuter, wenn sie im heimischen Garten gepflanzt und groß gezogen werden.

Will man seine eigenen Kräuter pflanzen, so hat man als Hobbygärtner die Wahl zwischen Samen, die sich vor allem bei einjährigen Kräutern bewähren oder Setzlingen, vor allem geeignet bei mehrjährigen Kräutern, wie Pfefferminze oder Rosmarin. Die Kräutersetzlinge sollten nach dem Kauf bald ins Beet einsetzt oder in einen großen Topf, zum Beispiel aus Steingut oder Ton, verpflanzt werden, da sie in der Regel sehr schnell wachsen. Bei der Auswahl der Kräuter, die später im Garten gepflanzt werden, sollte man auf die verschiedenen Bedürfnisse in puncto Erde, Wasser und Sonne achten. Maritime Gewächse, wie Salbei, Oregano oder Thymian lieben es sonnig und warm, während regionale Kräuter, wie Schnittlauch oder Petersilie, gerne auch mehr Schatten vertragen. Abhängig, ob Sie die Kräuter ins Beet oder in den Topf pflanzen, brauchen Kräuter regelmäßig und ausreichend, aber nicht übermäßig, Wasser. Die Erde sollte eher weniger mit Nährstoffen gesättigt sein, damit die Kräuter nicht zu schnell wachsen, was später zu Lasten des Geschmacks gehen kann.

Küchenkräuter

Nicht nur lecker, sondern auch nützlich

In immer mehr Küchen erfreuen sich Küchenkräuter großer Beliebtheit. Auf dem Fensterstock in Übertöpfen oder im Blumenkasten auf dem Balkon, im großen Beet im Garten oder gefroren aus dem Tiefkühlschrank – Küchenkräuter sind nützlich und schmecken gut.

Basilikum Kuechenkraeuter

Der größte Nutzen der Küchenkräuter ist heutzutage sicherlich zum Würzen und Abschmecken von Speisen und Getränken. Basilikum, Majoran, Rosmarin, Schnittlauch und Petersilie verfeinern so manches Gericht. Die Aromen der verschiedensten Kräuter setzen perfekte Highlights bei jedem Essen.

Doch viele Küchenkräuter haben auch heilpflanzliche Wirkungen. So hilft Basilikum bei Blähungen, Magen- und Darmbeschwerden und bei der Wundheilung. Der Dill hilft bei Koliken und Problemen mit der Verdauung und Liebstöckel hilft bei Bronchitis und Mandelentzündung, sowie bei Blasenentzündungen. Kresse ist ebenfalls ein beliebtes Küchenkraut und liefert das wichtige Jod für die Schilddrüse. Muskat und Petersilie wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Küchenkräuter schmecken also nicht nur gut, sondern halten uns auch fit und gesund.

Man kann Küchenkräuter auch zur Deko und Gestaltung von Räumen, Geschenken und Erinnerungen nutzen. Ein in Öl getränktes Küchenkraut oder getrocknete Krautzöpfe sind sehr dekorativ. Das eigene Hochziehen von Kräutern ist in der heutigen BIO-Zeit zudem sehr lukrativ.

Heilkräuter auf der Fensterbank

Heilkräuter auf der Fensterbank kann jeder haben

Ein kleiner Heilkräutergarten lässt sich einfach anlegen – selbst auf einem Balkon oder einer Fensterbank findet er Platz. Man sollte sich Samen oder Setzlinge aus kontrolliert biologischem Anbau besorgen, da die Kräuter ja verzehrt werden sollen. Auch beim Düngen sollte auf künstlichen Dünger verzichtet werden.

Lavendel riecht gut im Schrank und ein Teeaufguss wirkt beruhigend und harmonisierend. Lavendel wächst und gedeiht an fast jedem Standort.
Salbei wirkt antibakteriell und astringierend. Ein Teeaufguss mit dem gegurgelt wird ist ideal bei Beschwerden der oberen Atemwege. Salbei ist robust und pflegeleicht.
Selbst Petersilie kann als Heilpflanze eingesetzt werden. Sie wirkt diuretisch und in Kombination mit frischem Spargel verstärkt sich die stark entwässernde Funktion. Auch die Petersilie ist eine dankbare und einfach zu haltende Pflanze.
Die heilenden Eigenschaften der Kamille sind bekannt. Sie wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Ein Kamillen-Tee hilft bei Bauchschmerzen.
Liebstöckel, auch Maggikraut genannt, gehört ebenso zu den unkomplizierten Heilkräutern. Seine Wirkung ist auch leicht harntreibend.
Melissenblätter dienen der Nervenberuhigung und sind schlaffördernd. Man nennt sie auch Zitronenmelisse. Sie wächst und gedeiht ohne große Ansprüche zu stellen.
Rosmarin wirkt appetitanregend und unterstützt die Magenfunktion. Außerdem ist er leicht krampflösend.
Thymian ist ein hervorragendes Hustenmittel. Mehrere Tassen täglich wirken antibakteriell, krampflösend und auswurffördernd.