Brotklee

Brotklee – Trigonella aerulea

Sonnige, durchlässige und ungedüngte Böden, sind der Anbauort für Brotklee. Die Kleepflanze wird 40 cm bis 1 m hoch und trägt im Juni und Juli lilablaue Blüten. Es wird das ganze Kraut gepflückt und zwar zur Zeit der Blüte.
Das frische Brotkleekraut wurde im frischen Zustand als Käsewürze verwendet. In Südtirol ist der Brotklee ein unerlässliches Gewürz im Brotbereich. Feingemahlen und getrocknet wird er dazu verwendet.
Der gelbe Bockshornklee wird wegen des starken Duftes im getrockneten Zustand auch „Griechisches Heu“ genannt. Als Breiumschläge soll der Samen Verhärtungen auflösen. In Öl gemahlene Samen sind verdauungsanregend.
Hinweis: BEI SCHWANGERSCHAFT NICHT VERWENDEN!

Senf

Senf – Brassica nigera/ Sinapis alba

Beschreibung: 80 cm – 100 cm großer Kreuzblüter, rapsähnliches Aussehen, gelbblühend
Standort: angewildert an Böschungen und Feldrändern
Blühzeit: Juni/Juli, bei spätem Aussähen September
Sammelgegenstand: Blätter und Samen
Sammelzeit: Samen im Herbst nach der Ausreifung, Blätter im Frühjahr
Kulinarische Verwendung: Einlegewürze, Gemüse und Senfzubereitung
Anbau: Direktsaat von April bis Mai
Anbauort: anspruchsloser Boden, sonnig bis halbschattig
Medizinische Wirkungen von Senf: Senfpflaster bei Erwachsenen  10 Minuten, bei Kindern 3-5 minütige Anwendungen helfen bei Rheumaproblemen, ehemals auch bei Lungenentzündungen. Danach gut abwaschen! Gemahlene Senfsamen sind bei Magen-Darmbeschwerden ein gutes Mittel.

Wacholder

Wacholder – Juniperus communius

Der Wacholder ist eine langsam wachsende Pfanze, die es in kleinen Varianten (3-4 cm) gibt. Aber auch als Bäume in der Größenordnung von bis zu 6 m. Auf fast jedem durchlässigen Boden, besonders in Heidegebieten und Unterholzwäldern, wächst er. Es gibt bis zu 50 verschiedene Sorten des immergrünen Gewächses. Altägyptischen Papieren nach soll der Wacholder eine der wichtigstgen Heilpflanzen sein, mit der im Mittelalter Hexen und Teufel auszutreiben, versucht worden ist. In den Zeiten der Pest wurde an Plätzen ein Feuer aus Wacholderholz gemacht um damit die Häuser der Kranken auszuräuchern.
Die im Mai bis Juni unter Naturschutz stehende Pflanze, deren Boden im 2.Jahr nach der Blüte im Herbst geerntet werden, ist oft in ätherischen Ölen zu finden. Einige Tropfen dieses Öles sollen bei Grippe in eine Duftlampe gegeben werden. Kaut man hin und wieder Wacholderbeeren, werden die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt.
In der SCHWANGERSCHAFT und bei NIERENLEIDEN sollte Wacholder gemieden werden!

Schwarzkümmel

Schwarzkümmel – Nigella sativa

Das 20 – 50 cm hohe Hahnenfußgewächs Schwarzkümmel, von dem es ca. 15 verschiedene Arten gibt, hat im Mittelmeerraum und Westasien seine Heimat. Zur Zeit Karl des Großen war die unkompliziert anzubauende Pflanze Pflicht für die Pächter von Landgütern. Damals waren die Gewürze noch relativ teuer und man behalf sich mit Gemüsepflanzen aus unserer Region.
Weißliche Blüten und einen etwas grazileren Wuchs machen den Unterschied zur Jungfer. Die Samen beider Pflanzen, zieren Trockengestecke.
Olivenbrot wird oft mit Schwarzkümmel überstreut. Blähungswiderige Wirkung und eine gute Brotwürze sind die Vorteile des Schwarzkümmels.  Im ganzen oder gemahlenen Zustand gibt es auch Gemüse sowie Getreidegerichten eine besondere Note.
Positive Ergebnisse sind bei Lunge, Krebs und Diabetis und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems des im Herbst gesammelten Krautes nachzuweisen.

Kren

Kren – latainisch: Armoracia rusticana

In den Wintermonaten, in denen es keine Frischkräuter gibt, ist der Kren besonders gefragt. Abwehrkräftesteigernde, antibakterielle und verdaunungsfördernde Wirkung hat der Meerrettich. Ausgegraben, in einem frostfreien, unbeheizten Keller, in Sand eingeschlagen ist der gesamte Winterbedarf abgedeckt. Die angebrochenen Wurzeln des mehrjährigen, bis zu 1 m hohen Kreuzblüters, soll man in ein feuchtes Tuch geben und sie im Kühlschrank vor dem Austrocknen bewahren.
Medizinisch zeigt die Kulturpflanze wegen seiner reizenden Wirkung auch äußerlich gerieben als Umschlag gute Erfolge. Nicht länger als 10 Minuten sollten die Umschläge bei Kopf- und Gelenkschmerzen auf dem Nacken liegen.
Kren wird in der Nahrungsmittelbranche gerne zu Würsten, kaltem Braten und geräuchertem Fisch gereicht. Auch zu gekochtem Rindfleisch ist der Meerrettich ein wahrer Genuß.
Das Anbaugebiet des Meerettichs ist humoser Gatenboden an halbschattig, sonnigen Stellen, wo er im Herbst geerntet und im Juni und Juli blüht.