Bohnenkraut

Bohnenkraut – latainisch Satureja hortensis

Beruhigende, lösende Wirkung hat das aus dem Schwarzen Meer und östlichen Mittelmeerraum stammende Bohnenkraut als Tee.
Würzt man deftige Hausmannskost mit dem einjährigen, weiß-lila blühenden Lippenblüter, so ist es sehr vertragbar. Wurstkraut wird das Bohnenkraut auch genannt. Es hat lanzenähnliche, spitz auflaufende Blätter. Länger haltbar und aromatischer wurden die geräuchterten Würste, die oft wochenlang im kühlen Keller hingen.
Bei salzfreien Diäten ist das im Juni bis September blühende Kraut ein wichtiges und unverzichtbares Gewürz.
Bei humosen, sonnigen und windgeschützten Gartenböden gedeiht es besonders gut.

Anis

Anis – latainisch Pimpinella anisum

Anis ist bekannt für seine aphrodisierende Wirkung. Römische und Griechische Gesellschaften haben die gelegentlich an Wiesen angewilderte Pflanze zu ihrem Haupt-Gewürz gemacht.
Reichlicher Konsum kann nicht schaden, da er doch blähungswidrig, milchbildend und bei Husten schleimlösend wirkt. Beim Homeopathen wird Anis gegen Blähungen und Durchfall bei Kindern verwandet.
Die reifen Samen des Anis, der im April bis Mai angebaut wird, sammelt man im Juli und August. Anisplätzchen sind wohl am bekanntesten. Schwer verdauliche Speisen würzt man mit dem einjährigen und etwa 50 cm hohen und weißblühenden Kräuterlein.
Kümmel- und Fenchelgegner sollten Anis kosten.

Koriander

Koriander – lat. Coriandrum satium

Der zierliche Koriander gehört zu den Doldenblütern und ist im nördlichen Afrika und Vorderasien beheimatet. Er wird etwa 40 bis 70 cm hoch. Weiße Blüten trägt der Koriander im Juni und Juli. Je nach Sorte werden Blätter, Blüten oder Samen geerntet. Bei uns in Europa ist er nur als Kulturpflanze bekannt.
Zum Würzen bei schwer verdaulichen Gerichten ist diese Kräuterart geeignet. Eingelegte Kürbisse, Gurken und Rote Beete schmecken mit Koriander gut. Als Brotgewürz wird diese Pflanze genutzt.
Blähungswiderige Taten sind der Hauptgrund, warum stillende Mütter den Koriandertee trinken sollten. Spezielle Sorten, die ein besonderes Aroma haben, werden in der asiatischen und mittelamerikanischen Küche verwand. Es ist jedoch ein sehr aromatisches Gewürz und nicht bei allen Menschen beliebt.

Borretsch

Borretsch – lat. Borago Officiualis

Angeblich sollen die Borretschblüten verzagte und traurige Menschen zur Freude ermuntern und Herz und Hirn stärken. Borretsch zählt neben den Blüten von Ochsenzunge, Rose und Veilchen zu den 4 herzstärksten Gewächsen. Das bis zu 70 cm große Raublattgewächs hat behaarte Blätter und Stängel. Violettblaue Blüten ziert das im Juni bis August wachsende Blümlein. In unseren Regionen wächst Borretsch nicht in freier Wildbahn, dessen Blüten während der Blüte gesammlt wird.
Borretschblüten kann man in Eiswürfel einfrieren. Dann hat man eine tolle Verzierung für Sommerdrinks. Kandiert ergeben sie eine zauberhafte Deko auf Torten und Desserts. Die Borretschblätter enthalten pyrrolizidine Alkaloide. Heutzutage ist es deswegen empfehlenswert, sie nicht mehr wie in früherer Zeit  zum Einlegen von Essigsauerem zu benutzen.

Kümmel

Kümmel – Carum carri

Der Kümmel ist eine zweijährige bis zu 60 cm hohe, weiße Doldenblüterpflanze. Seine Blütezeit ist im Mai/Juni und er wächst an Wegrändern, Böschungen, Wiesen und Bahndämmen. Groß ist die Gefahr, den Kümmel mit seinen giftigen Verwandten  zu verwechseln. Als Standort bevorzugt er bei mageren Boden volle Sonne.
Kümmel wird in der Landwirtschaft im 1. Jahr unter die Gerste gesät, wo sich Blattrosetten bilden.
Bei Hausmannskost ist er ein wichtiges Würzmittel. Aber es gibt auch Menschen, die den intensiven Geschmack des wohltuenden Kümmelkorns nich leiden können. Für solche ist der gemahlene Kümmel eine Alternative, der bei Magen- und Darmbeschwerden hilft. Der Kümmelkornschnaps stammt aus Norddeutschland.
Die Urform des Kümmels ist der Kreuzkümmel, der aus den Mittelmeerländern und Asien seinen Ursprung hat. Zusammen mit Cayennepfeffer ist er eine gute Gewürzmischung.