Tomaten

Wie pflanze ich am besten Tomaten an?

Wer im Sommer selbstgeerntete Tomaten essen möchte, sollte schon im Februar erste Vorbereitungen treffen. In diesem Monat sollte man Tomatensamen in kleine Kübel pflanzen und auf die warme Fensterbank zum Keimen stellen. Dabei benötigt man nicht einmal spezielle, teure Anzuchterde, um die Tomatensamen zum Keimen zu bringen. Man kann auch ganz normale Blumenerde dazu benutzen. Wichtig ist nur, dass man die Pflanzkübel warm und hell stellt, damit aus dem Samen eine Tomatenpflanze wird, denn Wärme und Licht sind die Grundvoraussetzung dafür. Bei Tomatensamen geht es meist sehr schnell mit der Reifung, wenn man sie regelmäßig befeuchtet, damit die Samen in der Wärme nicht austrocknen .

Wenn die Tomaten zu Jungpflanzen herangereift sind, sollte man sie unbedingt immer feucht halten. Dabei ist aber stehendes Wasser im Topf unbedingt zu vermeiden, denn das begünstigt die Fäulnis der Wurzeln. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) kann man die Tomatenpflanzen hinaus in den Garten pflanzen, am Besten an einen sonnigen Standort. Da sie sehr hoch wachsen, sollte man sie frühzeitig mit Stäben abstützen, damit sie nicht abknicken.

Neben der regelmäßigen Befeuchtung ist auch die Düngung wichtig für eine reiche Ernte. Dazu kann man speziellen Dünger für Tomatenpflanzen benutzen. Wichtig bei der Bewässerung ist, dass man nur die Wurzel gießt und nicht die ganze Pflanze, denn so kann man der Braunfäule vorbeugen. Wenn man sich an diese Pflanztipps hält, kann man schon bald seine eigenen Tomaten ernten.

Ernte aus dem eigenen Garten

Gemüse und Früchte aus dem eigenen Garten optimal lagern und verwenden

Wer einen Garten hat kennt das Problem: im Sommer und im Herbst bekommt man eine Fülle von Obst und Gemüse, die man kaum verwerten kann. Eine Möglichkeit ist es, Freunde und Bekannte mit Obst und Gemüse einzudecken. Eine andere jedoch, selbst Vorräte für den Winter anzulegen. Gerade jetzt, wo der Preis für Obst und Gemüse stetig steigt, ist es interessant, sich über eine korrekte Lagerhaltung zu informieren.

Bestimmte Obst und Gemüsesorten lassen sich einkellern. Dazu gehören Kartoffeln, Zwiebeln und Äpfel, die man einfach über den Winter in einen frostfreien Keller gibt. Im Baumarkt sind spezielle Schütten erhältlich, in die die Früchte gegeben werden können und in denen sie optimal überwintern.

Gemüse wie Bohnen, Wirsing, Rosenkohl, Mangold, Spinat und Karotten kann man ganz einfach einfrieren. Dazu wäscht man das Gemüse gut ab, zerteilt es und gibt es in Gefrierbeutel. Eine besonders hohe Haltbarkeit erreicht man, wenn man den Gefrierbeuteln mit einem Vakuumiergerät die Luft entzieht. Bei Früchten wie etwa Erdbeeren, Himbeeren oder Stachelbeeren muss man vorsichtiger sein. Diese müssen nach dem Waschen nebeneinander auf ein Backblech gelegt und vorgefrostet werden. Danach können sie in einen Gefrierbeutel gegeben und ebenfalls eingefroren werden. Würde man auf das Vorfrosten verzichtet, so würden die Früchte nach dem Auftauen zu einer breiigen Masse.

Bei Kräutern hat man die Wahl. Diese lassen sich ebenfalls portionsweise einfrieren. Oder man kann sie an der Luft trocknen. Das Einfrieren bietet jedoch den Vorzug, dass die Kräuter leichter portioniert werden können.  

Gemüsegarten anlegen

Auch auf kleiner Grundstücksfläche können Gemüse und Kräuter auf kleinen Oasen angebaut werden. Wer seinen Gemüsegarten pflegt, schöpft ein Leben lang Freude daraus und hat seine eigene „vegetarische Apotheke“.

Wie kann man selbst einen Gemüsegarten anlegen ?

Eine Neuanlage bietet natürlich die besten Voraussetzungen für Planung, Vorbereitungen und praktische Umsetzung der Pläne.
Die Arbeit im späteren Garten fällt leichter, wenn die Bedingungen wie Wasserversorgung, Geräteaufbewahrung, Beeteinteilungen und Hauptweg gut geordnet sind.
Die optimale Lage der Beete ist im Süden- bzw. Südwesten des Gartens.
Beachten Sie auch die Benachteiligung durch Beschattung oder Wurzelausläufer zu nahen Baumbestandes. Eine niedrige Hecke soll man dagegen einplanen. Sie sorgt für ein günstiges Kleinklima und Taubildung.
Für bestimmte Kräuter und Gemüsearten ist eine Natursteinmauer ein idealer Wärmespeicher. Legen Sie am besten ein kleines Kräuteralpinum an.
Berücksichtigen Sie einen schattigen Kompostplatz und legen Sie ein Frühbeet an. Ein kleines Gewächshaus (als Bausatz) nimmt ebenfalls wenig Stellfläche in Anspruch und kann als eine ideale „Experimentier-Gärtnerei“ genutzt werden.
Die Kardinalfrage bleibt die Bodenbeschaffenheit:
Der Mutterboden muss gut gelockert sein, mit Humus angereichert werden und zunächst frei von Mineraldünger bleiben.
Die Aussaat von Lupinen oder anderem Gründünger, der dann untergegraben wird, ist empfehlenswert.
Die Gesamtfläche braucht nicht zu groß sein – kleine, schmale Beete
mit Mischkultur lohnen sich.
Das erste Gemüsejahr ist ein Experiment, dem die Erfahrungen folgen werden.
An einem Regentag kann das „antiquierte“ Gartenbuch ein guter Ratgeber sein.

Tipp:  Wagen Sie doch einfach einen Blick über Ihren Gartenzaun zum Nachbarn. Vielleicht brauchen Sie nur etwas Inspiration, um Ihren eigenen Gemüsegarten anzulegen?

Gemüsegarten

Der Gemüsegarten hat sicherlich seine ursprüngliche Bedeutung zur Ernährung der Bevölkerung, insbesondere die zu Zeiten der Industrialisierung oder in Nachkriegszeiten, verloren. Dennoch hat er auch heute noch seine Berechtigung. Nicht mehr viele Familien decken ihren Bedarf an frischem Gemüse aus dem eigenen Gemüsegarten. Doch es gibt tatsächlich noch Menschen, die über ihren eigenen Gemüsegarten Zugang zur Natur finden und sich am Wachstum Ihrer Aussaat erfreuen.

Die Arbeit im eigenen Gemüsegarten

Manche Mitbürger legen sich gerade jetzt einen Gemüsegarten an, weil sie so kontrollieren können, welches Gemüse wie wächst und welchen Belastungen es ausgesetzt ist. Außerdem gibt es oft auch geschmackliche Vorteile gegenüber dem Gemüse aus Treibhäusern oder in Massenproduktion.

Selbst der blutige Laie kann mit etwas Geschick und Sorgfalt gute Ergebnisse im Gemüsegarten erzielen und sich über die erste Ernte freuen. Mit der Zeit wachsen Wissen und Erfahrung, was die Ernteausbeute wiederum wesentlich erhöht. Im Übrigen kann es überhaupt nicht schaden, von dem Wissen älterer Leute oder sonstiger Profis zu profitieren.

Mit dem Gemüsegarten ist natürlich eine gewisse Bereitschaft zu körperlicher Arbeit verbunden. Aber dies kann der körperlichen Fitness eigentlich nur zuträglich sein. Man arbeitet an der frischen Luft, dehnt und streckt die Glieder und bringt dabei den Kreislauf in Schwung.