Paprika Pflanze Pflege

Die Pflege der Paprika Pflanze beinhaltet vor allem einen warmen, sonnigen Platz

Die aus Südamerika stammende Paprika-Pflanze, mit ihren aromatisch süßen oder feurig scharfen Früchten, lassen sich auch hierzulande in Gewächshäusern, Wintergärten oder auf dem Balkon leicht kultivieren. Vor allem Chilipflänzchen – mit ihren kleinen roten Früchten – sind darüber hinaus eine Dekoration für jede Fensterbank.

Um selber eine Paprika Pflanze zu ziehen, sollten die Samen bereits im Februar auf einer warmen, sonnigen Fensterbank ausgesät werden. Dazu werden sie nur dünn mit Erde bedeckt und vereinzelt, sobald etwa vier Blättchen vorhanden sind. Wenn sie größer werden, sollten sie zusätzlich durch Stöcke oder Streben gestützt werden. Da Paprikas Temperaturen unter 10 °C nicht vertragen, darf man sie auf keinen Fall zu früh nach draußen stellen. Die Pflanzen brauchen eine gute Pflege, denn sie lieben es sonnig und warm, feucht und windgeschützt in humusreicher Erde.

Für eine reichliche Ernte ist es sinnvoll, die ersten Knospen abzuknipsen. Wer außerdem nach einiger Zeit den oberen Trieb seiner Paprika beschneidet, sorgt dafür, dass die Pflanze kleiner und buschig bleibt. Denn sie können – je nach Art und Pflege – sonst über einen Meter hoch werden. Die Früchte werden am besten geerntet, sobald sie leuchtend rot oder gelb gefärbt sind.

Paprikas tragen viele Jahre lang Früchte. Dennoch ist es für Hobbygärtner meist nicht möglich, sie frostfrei mit genügend Sonnenlicht zu überwintern.

Schlangengurken im Garten

Ein ganz besonderes Geschmackserlebnis: Schlangengurken im Garten

Jeder, der schon einmal in den Genuss kommen durfte, eigens gezüchtete Schlangengurken aus dem heimischen Garten zu kosten, weiß um das Geschmackserlebnis, welches einem dadurch bereitet wurde. Gerade die Unterschiede im finanziellen Bereich, wie auch der Ertrag gegenüber den kommerziell beschafften Schlangengurken lassen die Herzen von Kleingärtnern und Freunden des Kürbisgewächses höher schlagen.

Einen entsprechend hohen Ertrag liefern so genannte gynodiözische Sorten, da sie nur rein weibliche Pflanzen bilden, welche die Früchte ohne Bestäubung durch Insekten ansetzen. Die Jungpflanzen werden bei allen Sorten im Frühjahr – jedoch nicht vor Mitte/Ende Mai – gepflanzt, wobei ganz besonders den Wurzeln Beachtung geschenkt werden sollte. Der warme, humose und lockere Boden kann sich im Freiland des Gartens mit und ohne Überdachung, sowie in einem Gewächshaus befinden. Der pH-Wert liegt idealerweise bei 6,5 – 7 und dem Verschlammen muss vorgebeugt werden. Bekommen die Schlangengurken im Garten einen Platz, ist einer zu wählen, welcher genug Sonne wie auch Feuchtigkeit spendet.

14 Tage vor der Aussaat oder dem Setzen gebührt dem Boden besonderes Augenmerk, um ihn vorzubereiten. Wasser und viel Dünger mit wenig Stickstoff bilden die Grundlage für eine ertragreiche Ernte. Verrotteter Rindermist, grober Kompost oder Pferdemist stellt einen guten, warmen Pflanzfuß dar. Gerade Letzteres lockert und wärmt die Pflanzen. Bis zu einer Tiefe von ca. 35 cm tut es der Erde gut, wenn sie mit etwas Torf oder gehäckseltem Stroh vermischt und vor der Aussaat mit Brennnessellauge oder –jauche abgespritzt wird. Das Abspritzen dient zum Schutz vor Schädlingen oder Pilzbefall.

Um den Pflanzen genug Platz zum Wachsen zu geben, sollten die Spanndrähte in V-Form angebracht sein, damit die Ranken rechts und links im Wechsel hochgeleitet werden können.

Durften die ersten Früchte der einjährigen Pflanze das erste Mal geerntet und in bevorzugter Form verspeist werden, weiß man um den Sinn der gemachten Arbeit, welche als Belohnung ein kleines, selbst gezüchtetes Feuerwerk aus Geschmacks- und Gaumenfreuden bereithält.

Tomaten Braunfäule

Braunfäule kann Tomaten Pflanzen komplett absterben lassen

Die Braunfäule, auch Krautfäule genannt, ist eine Krankheit, die sowohl Tomaten als auch Kartoffeln befallen kann. Gärtner fürchten sich besonders vor dieser Pflanzenkrankheit, da sie die Tomatenernte eines gesamten Jahres innerhalb kürzester Zeit vernichten kann. Die Braunfäule kann sowohl im Freien als auch in Gewächshäusern auftreten.

Ausgelöst wird die Braunfäule durch einen Pilz, den so genannten Phytophthora infestans. Sowohl auf den Blättern der Pflanze, als auch auf Stängel und Früchten bilden sich bräunliche Flecken, welche sich sehr schnell ausbreiten. Innerhalb weniger Tage stirbt die Pflanze völlig ab. Die Sporen können sich nur bei Feuchtigkeit ausbreiten; die Krankheit tritt somit auch vermehrt in den feuchtwarmen Monaten Juli und August auf. Aus diesem Grund ist es ratsam, Tomatenpflanzen überdacht anzubauen. Auch sollte man nicht direkt die Blätter der Pflanze bewässern, da dies die Ausbreitung des Pilzes begünstigt. Werden Tomatenpflanzen im Gewächshaus angebaut, ist auf eine ausreichende Belüftung zu achten, damit sich in der Nacht kein Tau bilden kann, welcher die Entstehung der Braunfäule fördern könnte.

Beim Pflanzen selbst ist ein breiter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen einzuhalten. Ratsam ist es, Tomaten und Kartoffeln möglichst weit voneinander entfernt anzupflanzen. Weiterhin ist es zu empfehlen, den Standort der Tomaten im Garten jährlich zu wechseln. Auch die Düngung mit so genanntem Mulch kann der Entstehung der Braunfäule vorbeugen.

Ein altbewährtes Hausmittel gegen die Braunfäule ist ein Sud aus Knoblauch oder Zwiebeln. Auch Brennesselbrühe, sowie Spritzmittel aus Meeresalgen können vorbeugend gegen die Pflanzenkrankheit wirken.

Tomaten veredeln

Tomaten veredeln: sorgt für viele Vorteile

Durch das Veredeln von Tomaten lassen sich die Vorteile verschiedener Tomatensorten ideal kombinieren, weiterhin steigert sie den Ernteertrag und schützt vor Schädlingen und Krankheiten. Als Unterlage eignen sich Sorten mit besonders kräftigen Stämmen, wie z. B. die Johannisbeertomate. Als Partner der Veredelung können sämtliche Sorten von Cocktail- bis Fleischtomate verwendet werden.

Die später den Stamm bildende Pflanze sollte mindestens 10 Tage früher ausgesät werden, als die Kopfpflanze. Wenn die Keimlinge eine Höhe von mindestens 10 cm und die Tomaten der Unterlage eine Stammdicke von 3 mm erreicht haben, kann mit dem Veredeln begonnen werden.

Vor dem Schneiden sollte man sich gründlich die Hände waschen, um die Schnittstellen nicht mit Bakterien zu verunreinigen. Der Schnitt sollte mit einem sehr scharfen Messer bei beiden Pflanzen kurz oberhalb der Keimblätter leicht schräg ausgeführt werden. Die Schnitte müssen sich so ergänzen, dass die Pflanzenteile optimal zusammenwachsen können. Mit einem dünnen Keramik- oder Plastikstift werden die beiden Stängel verbunden und zusammengesteckt. Die veredelte Pflanze muss unter einem Plastikbecher etwa eine Woche sonnig aber nicht in zu praller Sonne stehen. Der Becher sollte in den ersten Tagen zum Erhalt einer hohen Luftfeuchtigkeit nicht angehoben werden. Nach gut einer Woche darf etwas Luft zugeführt werden, eine unter den Becherrand geklemmte Streichholzschachtel sorgt für vorsichtige Abhärtung der Pflanze. Nach weiteren 5 Tagen kann die Pflanze ins Freiland umgesetzt werden.

Mais anpflanzen

Das Anpflanzen von Mais ist auch im Garten möglich

Mais gehört zur Familie der Süßgräser und kommt in ca. 50.000 verschiedenen Sorten vor. Die Bedeutung des Maisanbaus nimmt weltweit stetig zu, nicht nur weil Mais als Treibstoff verwendet werden kann, sondern weil er auch für Mensch und Tier eine wichtige Ernährungsgrundlage bildet.

Der Anbau erfolgt von Mitte April, wenn keine Gefahr von Spätfrösten mehr besteht, bis Mitte Mai. Ein Anpflanzen nach Mitte Mai ist nicht zu empfehlen, da dann die Wärme des Sommers von den heranwachsenden Pflanzen nicht mehr voll genutzt werden kann. Zum optimalen Wachstum benötigt der Mais direkte Sonneneinstrahlung, lockerer Boden sorgt zudem für eine gute Zufuhr von Wasser und Luft. Ideal ist ein Reihenabstand von 75 cm und etwa 15 cm Abstand zwischen den Pflanzen, ansonsten beeinträchtigen sie sich gegenseitig in ihrem Wachstum.

Steht der Mais nicht auf dem Feld, sondern im heimischen Garten, sollte auch im Beet beim Anpflanzen auf ausreichenden Abstand zwischen den Pflanzen (mindestens 20 bis 30 cm) geachtet werden, ein entsprechend großer Pflanzkübel ist ebenfalls gut geeignet. Die Sonneneinstrahlung darf nicht durch umstehende Pflanzen behindert werden. Da Mais keine Wurzelkonkurrenz verträgt, ist das regelmäßige Entfernen von Unkraut nötig. Dünger sollte ebenso wie Wasser nur mäßig zugegeben werden, mitunter reicht schon etwas untergemischte Komposterde. Durch Anhäufeln kann bei heftigen Witterungsbedingungen die Standfestigkeit der jungen Pflanzen erhöht werden.