Rosen Mehltau

Rosen Mehltau – eine sehr unangenehme Pflanzenkrankheit

Jeder Rosenliebhaber fürchtet besonders eine Erkrankung seiner Pflanzen, und das ist der Mehltau. Diese wohl häufigste Pflanzenkrankheit unter den Rosen, ist relativ leicht zu erkennen. Ein weißer, mehliger Belag überzieht die Blätter, die sich im weiteren Verlauf kräuseln und schließlich bräunlich verfärben. Mehltau kann sich darüber hinaus auch auf die Blüten, die Knospen und die Stängel ausbreiten.

Zuerst zeigen sich die Symptome meist an Kletterrosen oder an Rosen, die an trockenen, geschützten Standorten, wie beispielsweise direkt an einer Wand, stehen. Normalerweise tritt Mehltau aber nicht vor der zweiten Hälfte des Frühjahrs, sondern eher etwas später, auf.

Vorzugsweise sollte man seine Pflanzen nicht mit chemischen Mitteln gegen Mehltau behandeln. Als Vorbeugung kann man bereits beim Düngen darauf achten, dass der Dünger möglichst keinen oder nur einen geringen Stickstoffanteil enthält. In der Regel kann man den im Handel angebotenen Rosendüngern voll vertrauen, da diese die Entwicklung von weichem und anfälligem Gewebe zwar nicht gänzlich verhindern, aber zumindest nicht auch noch fördern.

Stehen die Rosen an besonders trockenen Standorten, so sollte man, z.B. durch Mulchen, die Bodenfeuchte verbessern. Bei Kletterrosen ist immer darauf zu achten, dass die Luft gut um die Pflanze herum zirkulieren kann, also, dass sie nicht zu dicht an der Wand anliegt.

Hilft alles nichts, so sollte man sich im Gartenfachhandel eingehend zu den chemischen Möglichkeiten der Mehltau-Bekämpfung beraten lassen.

Apfelbaum zurückschneiden

Einen Apfelbaum zurückschneiden, um den Austrieb zu fördern

Einen Apfelbaum sollte man, wie alle Kernobstsorten, vorzugsweise zum Ende des Winters, aber nicht bei Temperaturen unter minus fünf Grad, zurückschneiden. Ein Baumschnitt zu anderen Zeiten (Vorblüte, Nachblüte etc.) sollte dem Fachmann überlassen werden, der diesen in Spezialfällen, beispielsweise zur Verjüngung vergreister Bäume einsetzt. Wer nach dem Laubfall im Spätherbst schneidet, sollte besonders gut auf einen Wundverschluss achten, damit die jetzt besonders anfälligen Bäume nicht von Pilzen befallen werden.

Grundsätzlich wichtig ist scharfes Werkzeug, um saubere Schnittflächen zu erzielen und Quetschwunden zu vermeiden, durch die Infektionen leichter eindringen können. Ein weiterer Fehler wäre das Schaffen so genannter „Kleiderhaken“, also nicht bündig abschließender Zweigstümpfe, durch die Feuchtigkeit und Krankheiten ins lebendige Holz eindringen können.

Bereits ein frisch gepflanzter Baum sollte geschnitten werden, und zwar oberhalb der vierten Knospe von unten (das ist in der Regel das obere Drittel des Stammes). Ein Jahr und wiederum noch ein Jahr später werden die nach oben zeigenden kräftigen Leitäste um ein Drittel eingekürzt, und das jeweils direkt oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe, aus der später ein Seitenast wachsen wird. Auch seitwärts zeigende Zweige werden um ein Drittel gekürzt. Ein Jahr später wird nach derselben Methode geschnitten.

Der nunmehr fünfjährige Baum wird innen ausgelichtet, es werden alle schwächlichen oder kränklich wirkenden Zweige der Krone entfernt. Gibt es eine Größenbegrenzung für den Baum, ist dieser jetzt auf dieselbe zurückzuschneiden. Für eine gute Ernte sollte nicht mehr als die Hälfte der im letzten Jahr gewachsenen Zweige entfernt werden. Erzielt werden sollte ein stabiles Traggerüst, bestehend aus dem verlängerten Stamm, den kräftigen Leitästen sowie ihren gegebenenfalls zu kürzenden Verlängerungen, sowie die tragenden Fruchtäste. Ein gleichmäßiger Rückschnitt ist nicht nur aus ästhetischen Gründen zu empfehlen, vielmehr sollte sich die Einkürzungshöhe bei gleichrangigen Zweigen und Ästen die Waage halten, um eine gleichmäßige Versorgung der verbliebenen Triebe zu gewährleisten.

Prinzipiell gelten folgende grundsätzliche Regeln für den Rückschnitt eines Apfelbaums: Ein starker Rückschnitt fördert einen starken Austrieb (und einen hohen Fruchtansatz im nächsten Jahr), ein schwacher Rückschnitt einen schwachen Austrieb. Wird ungleichmäßig geschnitten, wird auch der Austrieb ungleichmäßig geraten. Ein gutes Auge und mit einem Helfer auf dem Boden kann der Gärtner leichter den Apfelbaum sachkundig und gleichmäßig zurückschneiden. Wer sich allein behelfen muss, darf die Mühe nicht scheuen, mehrfach von der Leiter zu steigen, um seine Arbeit vom Boden aus zu kontrollieren.  

Laubbaum töten ohne Fällen

Wie kann man einen Laubbaum töten ohne ihn zu fällen?

Für die Beseitigung unliebsamer und störender Laubbäume können mehrere Möglichkeiten genutzt werden. Vielfach bekannt ist dabei die Variante, einen Laubbaum durch Einschlagen eines Kupfernagels zu töten. Dabei kann das Fällen des Baumes umgangen werden. Diese Methode ist jedoch nur in eingeschränktem Umfang wirksam, da eine ganze Reihe von Laubbäumen durchaus einen eingeschlagenen Kupfernagel tolerieren.

Mit viel Geduld ist die zweite Möglichkeit verbunden. Diese Methode wird in der Fachsprache auch als das Ringeln bezeichnet. Während dieses Vorganges wird mit einer Kettensäge der Stamm eines Laubbaumes extrem beschabt. Durch diesen Vorgang tritt eine enorme Zerstörung und Schädigung der Rinde auf. Dabei ist ein Mindestmaß der abgeschabten Fläche von 10 Zentimetern zu gewährleisten.

Zum Einsatz chemischer Mittel ist zu sagen, dass sich auch im Zusammenhang mit dem Töten von einem Laubbaum gute Chancen ergeben. Diese Mittel werden, je nach Herstellerangabe, vorwiegend in das Blattwerk des Baumes gesprüht. Eine besonders zuverlässige Variante ist ebenso das Einbringen der Herbizide unmittelbar in den Stamm. Dazu werden einige Zentimeter tiefe Bohrungen im Stamm vorgenommen und in diese werden die Unkrautbekämpfungsmittel eingefüllt. Hierbei handelt es sich auf Grund der hohen Wirksamkeit um eine einmalige Prozedur. Beim Besprühen des Blattwerkes hingegen ist häufig eine Wiederholung erforderlich, um erfolgreich zu sein.

Für das effektive Abtöten unliebsamer Sprösslinge eignet sich eine so genannte Salzkur, welche im Angießen einer konzentrierten Kochsalzlösung über mehrere Wochen sehr wirksam ist.

Maulwurfbekämpfung

Vielerlei Arten der Maulwurfbekämpfung

Der Maulwurf ist im Garten ein nicht gerade beliebter Gast. Um ihn wirksam zu bekämpfen, kann man zum Beispiel an seinen empfindlichsten Stellen ansetzen: seiner Empfindsamkeit gegenüber Erschütterungen aller Art und seiner Geruchsempfindlichkeit. Da die Maulwürfe nichts sehen können, ist ihr Gehörsinn um so besser ausgeprägt. Und wegen dieser Geräuschempfindlichkeit der Tiere kann man versuchen, folgende Maulwurfbekämpfung anzuwenden: Man gräbt Eisenstangen oder Flaschen zur Hälfte in den Boden ein. Schlägt man regelmäßig gegen die Stangen, überträgt sich der Lärm bis tief in den Boden und vertreibt den Maulwurf. Gleiches gilt für die Flaschen: Der Wind streicht über deren Öffnung und erzeugt einen für die Maulwürfe unangenehmen Pfeifton.

Um den Maulwurf durch – für ihn – unangenehme Gerüche zu verscheuchen, wird im Handel ein Granulat aus Tonerde zur Maulwurfbekämpfung angeboten, welches mit einer Mischung aus Nelken-und Patchouliöl, Knoblauchöl und Alkohol getränkt ist. Durch die Bindung an den Ton bleibt dieses Gemisch über lange Zeit geruchsintensiv im Erdreich bestehen. Man kann dieses Granulat zum Beispiel in circa 15 Zentimeter kreisförmig ausgehobene Bodenlöcher einstreuen und die Gänge des Maulwurfs gleichermaßen präparieren. So wird die Erde langsam von dem Geruch durchdrungen und der Maulwurf immer weiter nach außen getrieben, bis er schließlich das Weite suchen wird.

Im Handel wird auch ein gartengeeignetes Gerät angeboten, welches alle dreißig Sekunden einen nur für den empfindlichen Maulwurf hörbaren Ton aussendet, welcher für das Tier sehr unangenehm ist.

Kaffeesatz düngen

Mit Kaffeesatz düngen spart Geld und schont die Umwelt

Falls Sie Ihren Kaffeesatz bisher immer den Abfluss hinuntergeschüttet haben sollten, dann passen Sie jetzt gut auf. Denn: Kaffeesatz hilft sparen. Anstatt teuren Dünger für Ihre Blumen zu kaufen, verwenden Sie doch das nächste Mal einfach den Kaffeesatz aus dem Filter zum Düngen. Das spart nicht nur Müll, sondern tut auch den Blumen gut, denn die im Kaffeesatz enthaltenen Stoffe Phosphor, Kalium und Stickstoff wirken als Dünger und fördern das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen. Das zumindest konnten schon viele Hobbygärtner beobachten, die ihre Pflanzen statt mit herkömmlichen Dünger mit Kaffeesatz düngten. Der in der Erde enthaltene Stickstoff wird nämlich von den Pflanzen nach und nach verbraucht, so dass die Erde mit der Zeit immer weniger Stickstoff enthält. Mischt man die vorhandene Erde nun mit dem Kaffeesatz, wird das Stickstoffdepot wieder aufgefüllt. Zusätzliches Düngen mit chemischen Mitteln wird damit eigentlich überflüssig. Wer mit seinem alten Kaffeesatz düngt spart also nicht nur jede Menge Geld, sondern tut ganz nebenbei noch etwas für die Umwelt, da Kaffeesatz im Gegensatz zu herkömmlichen Dünger absolut frei von Schadstoffen und damit absolut umweltverträglich ist. Neben dem Wachstum wirkt Kaffeesatz übrigens auch dem Schneckenbefall entgegen und sorgt dafür, dass sich die Blätter der Pflanzen nicht verfärben. Allerdings bringt es nichts, die Pflanzen mit Kaffee zu gießen, da nur die Nährstoffe in den gemahlenen Bohnen als Dünger wirken.