Begonien vermehren

Begonien durch Triebspitzenstecklinge vermehren

Begonien, auch als Schiefblatt bezeichnet, sind sehr hübsche Blühpflanzen, die man leicht vermehren kann. Ist die Pflanze von kräftigem und gesundem Wuchs, so können einfach abgeschnittene Stecklinge benutzt werden. Günstig ist es, diese in Wasser oder stetig gut feucht gehaltener Erde bewurzeln zu lassen.

Eine weitere Möglichkeit neben der Verwendung der Triebspitzenstecklinge ist es, auch die Blätter als Stecklinge für die Pflanzenvermehrung zu ziehen. Das Abtrennen der Stecklinge ist für die Begonie selbst am günstigsten, wenn die Blühzeit abgeschlossen ist.

Für das Abschneiden der sogenannten Triebspitzenstecklinge ist es zu empfehlen, dass diese eine Mindestlänge von etwa 7 Zentimetern besitzen sollten. Dabei sind die Begonien, von denen sie geschnitten werden, schon recht üppig. Geschnitten werden die Triebspitztenstecklinge unmittelbar unter einem Blattansatz. Das letzte untere Blattpaar wird entfernt. Möchte man sie anstatt in Wasser in einem Sand-Torf-Gemisch vermehren, dann sollten sie in der Wärme stehen. Das erleichtert das Bewurzeln. Werden sie in die Sonne gestellt, dann ist eine Plastikfolie günstig gegen zu starke Sonneneinstrahlung. Die Nässe in der Erde sollte bei den Stecklingen stetig kontrolliert werden, da sie bei zu viel Feuchtigkeit leicht faulen.

Sind an den Begonien-Stecklingen Wurzeln vorhanden, dann werden sie in Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 13 Zentimeter Durchmesser eingetopft und nach den bekannten Ansprüchen gepflegt. Für einen dichten und buschigen Wuchs sorgt ein regelmäßiges Entfernen der Triebspitzen.

Sonnenblumen Pflege

Die Pflege von Sonnenblumen ist relativ einfach

Die Sonnenblume (Helianthus annuus) stammt ursprünglich aus Amerika. Im Jahre 1530 brachten spanische Seefahrer die Samen der Pflanze nach Europa. Die Sonnenblume kommt aus der Familie der Korbblütler. Sie besitzt einen haarigen Stamm und haarige Blätter. Der Blütenkopf besteht aus spitzen, gelben Zungenblättern und zahlreichen, kleinen Röhrenblüten, die kreisförmig im Blütenkorb sitzen. Die Pflanze ist nicht nur eine beliebte Zierpflanze, auch wird sie als Nahrungsmittel verwendet. Wie z. B. Ersatz für Kaffee, Sonnenblumenöl oder Trinkschokolade.

sonnenblumenbild

Sie ist eine einjährige Pflanze und kann bei guter Pflege eine Höhe von 5 Meter erreichen. Ihr Name stammt daher, dass sie ihren Blütenkopf immer der Sonne zuwendet. Die Zierpflanze ist ein wunderbarer Anblick für jeden Garten. Die Pflege der Sonnenblumen ist relativ einfach, wenn einige Regeln beachtet werden.

Die Pflanze braucht einen nährstoffreichen Boden. Hornspäne und Kompost sind ideal. Zum Wachstum der Pflanze sollte ein Platz ausgesucht werden, der so sonnig wie möglich ist. Jedoch windgeschützt, damit sie nicht abknickt. Der Wasserbedarf der Sonnenblume ist enorm hoch. Jeden Tag muss sie gegossen werden. Im Hochsommer zweimal am Tag gießen. Je größer die Pflanze, umso mehr Wasser benötigt sie. Sie sollte mit einem Stickstoff betonten Dünger gedüngt werden, er fördert das Wachstum und die Blütenpracht. Besteht eine Unterversorgung der Pflanze, bleibt der Blütenkopf klein und die Pflanze verliert ihr prächtiges Aussehen.

Nicht nur im Garten kommt die wunderschöne Sonnenblume zur Geltung, auch auf Terrasse oder Balkon kann sie als Kübelpflanze heranwachsen. Diese wachsen allerdings nicht so hoch wie im Freiland. Zu beachten ist, dass nicht mehrere Pflanzen in einem Kübel heranwachsen, denn das starke Wurzelwachstum würde andere Pflanze behindern. Pflege benötigen die Sonnenblumen im Kübel genauso wie die Freilandpflanzen. Der Platz auf dem Balkon oder der Terrasse sollte ebenso sonnig sein.

Mittlerweile gibt es eine rubinrote Sonnenblume auf dem Markt. Sie wird bis zu 1,80 Meter hoch und ihre tiefrote Farbe zeigt sich im Garten mit besonders üppiger Blüte.

Bananenstauden vermehren

Durch Schößlinge kann man Bananenstauden am besten vermehren

Für die Aufzucht und das Vermehren der Bananenstauden bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Zum Einen ist dies die Vermehrung über Samen, zum Anderen die Vermehrung über die von der Banane gebildeten Schößlinge und die Teilung des Wurzelstockes.

Die Schößlinge zu verwenden, gestaltet sich für die Hobbygärtner als beliebte Variante, zudem diese sehr erfolgversprechend und einfach handzuhaben ist. Die Schößlinge der Bananenpflanze werden abgetrennt, in Erde gesetzt und bewässert. In diesem nährstoff- und feuchtigkeitsreichen Milieu treiben sie schnell Wurzeln aus. Dazu sollten sie warm gehalten werden. Genügend Licht ist ebenfalls eine Voraussetzung für das schnelle und kräftige Gedeihen der Schößlinge.

Die Vermehrung durch Samen ist bei Bananenstauden, welche für die Ausbildung von Obst gezogen werden, nicht möglich. Für die Gewinnung von Samen werden besondere Samenpflanzen eingesetzt, welche mit der Obstbanane nichts gemein haben.

Bei dem Vermehren eines Bananenbaums ist die Variante des Wurzelstock-Teilens zu empfehlen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass an den einzelnen Wurzelstöcken genügend Wurzelwerk vorhanden ist, damit die Pflanze eigenständig weiterwachsen und gedeihen kann. Für das Trennen der Wurzelstöcke ist ein scharfes Messer gut geeignet. Es sollte eine Sägeriffelung besitzen. Der gesamte Bananenbaum wird dazu aus dem Topf genommen, etwas Erde entfernt, damit die einzelnen Stöcke und der Wurzelverlauf gut erkennbar sind. Danach werden die einzelnen Teile auseinander geschnitten. Nach dem Schnitt sind einzelne Pflanzenausläufer gut erkennbar. Sie stehen mit einem starken Rhizom miteinander in Verbindung. 
 

 

Rizinussamenkörnchen

Aus Rizinussamenkörnchen wird das Rizinusöl gewonnen

Rizinussamenkörnchen finden vielseitige Verwendung, sind jedoch auch sehr giftig. Nach einem Jahr erwachsen aus dem Wolfsmilchgewächs rote, stachelige Früchte, aus denen sich nach dem Trocknen die rotbraunen Rizinussamenkörnchen herausnehmen lassen.

Mittels Auspressen lässt sich aus den Körnern das transparent-gelbe Rizinusöl gewinnen. Das geruchlose Öl enthält – im Gegensatz zur Schale der Körner – keine Giftstoffe. Beim Einnehmen schmeckt es brennend und unangenehm und entfaltet eine abführende Wirkung. So findet es denn auch in der Pharmazeutischen Industrie als Abführmittel Verwendung. Darüber hinaus findet sich Rizinusöl in Cremes und anderen Kosmetikprodukten, sowie in Dispersionsfarben und Lacken als Bindemittel.

Die Schalen der marmorierten Körner enthalten das hochtoxische, tödliche Eiweiß Rizin. Nach Einnahme einiger Körner kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, blutigem Durchfall und Leberschädigungen. Rote Blutkörperchen verklumpen und es vollzieht sich eine Lähmung des Atmungsmechanismus, was schließlich zu Kreislaufversagen führt.

Die Rizinuspflanze, auch Wunderbaum genannt, bildet rotbraune Blätter und rote Blüten. Sie kann nach einigen Monaten bis zu fünf Meter hoch werden.

Die vor der Aussaat möglichst dunkel und trocken zu lagernden Rizinussamenkörnchen sollten in den Monaten März oder April zunächst in Anzuchterde gesteckt werden, worauf sie an einem möglichst warmen Standort innerhalb einer Woche aufkeimen. Während der Anzuchtphase sollte das Gewächs nicht zu stark begossen werden. Nach den Eisheiligen kann die Rizinuspflanze in Kübel im Freien oder in den Garten umgetopft werden.

Hortensie lässt Blätter hängen

Hortensie lässt Blätter hängen – oft ist die falsche Standortwahl schuld

Die Hortensie gehört in Deutschland zu den beliebtesten Pflanzen. Insbesondere durch die leuchtenden großen Blüten fällt die Hortensie auf. Sie ist hervorragend geeignet zur Verzierung in Wohnungen und im Garten. Im Freien kann die Hortensie als Kübel- und auch als Beetpflanze eingesetzt werden. Die Pflege der Hortensie ist auch für unerfahrene Gärtner relativ unkompliziert. Vor allem im Sommer muss stets auf Wasser geachtet werden. Die Hortensie benötigt sehr viel Feuchtigkeit. Hierzu sollte vorzugsweise Regenwasser oder abgestandenes Wasser verwendet werden.

Was tun wenn plötzlich die Blüten in sich zusammenrollen und die Blätter schlaff herunter hängen? Schnelle Reaktionen sind in diesem Fall erforderlich. Als erstes erfolgt die Versorgung mit Wasser. Lässt die Hortensie die Blätter hängen ist oft Wassermangel der Grund. Hortensien in Töpfen sollten dazu für einige Zeit in einen Eimer mit Wasser gestellt werden. Meist erholt sich die Hortensie rasch. Dennoch sollte zusätzlich der Standort überprüft werden, insbesondere wenn die Blätter des Öfteren hängen. Die Hortensie liebt einen Standort im Halbschatten, möglichst nicht direkt in die Sonne pflanzen. Bei Beachtung der Standortbedingungen und ausreichend Wasserzufuhr kann man sich lange am kräftigen Wuchs der Hortensie erfreuen, ohne das diese die Blätter hängen lässt.